Berlin (dpa) – Die an der Auswertung des Stimmrekorders beteiligten deutschen Experten stützen die Darstellung der französischen Staatsanwaltschaft, dass der Co-Pilot mit einem bewussten Sinkflug den Germanwings-Airbus abstürzen ließ. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte am Donnerstag in Berlin, die Darstellung der französischen Ermittler sei laut den Fachleuten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nach bisherigen Erkenntnissen plausibel: «Das, was […]

Berlin (dpa) – Die an der Auswertung des Stimmrekorders beteiligten deutschen Experten stützen die Darstellung der französischen Staatsanwaltschaft, dass der Co-Pilot mit einem bewussten Sinkflug den Germanwings-Airbus abstürzen ließ.

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) sagte am Donnerstag in Berlin, die Darstellung der französischen Ermittler sei laut den Fachleuten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) nach bisherigen Erkenntnissen plausibel: «Das, was heute die französische Staatsanwaltschaft ausführlich dargestellt hat, ist in der Tat mehr als erschütternd.»

Man hoffe nun, noch die zweite Black Box zu finden, um die Erkenntnisse über die letzten Minuten im Cockpit konkretisieren zu können. Auf die Frage, ob nach den dramatischen Ereignissen die Regeln für den Cockpit-Zugang verändert werden müssten, verwies Dobrindt auf die nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 umgesetzten schärferen Vorgaben.

Ein Öffnen der Tür von innen sei immer möglich – andernfalls gebe es die Chance, die Tür von außen über einen Code zu öffnen. Dies könne aber von innen bewusst blockiert werden. Dass ein Pilot während eines Fluges auch mal das Cockpit verlasse, sei Normalität. Über mögliche Schlussfolgerungen aus dem Germanwings-Fall stehe er in engem Kontakt mit der Lufthansa, sagte Dobrindt.