Luftüberwachung suchte vergeblich Kontakt zu Germanwings-Maschine
Paris (dpa) – Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich konnte die Flugüberwachung nach Behördenangaben keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine herstellen. Mitarbeiter hätten vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend berichtete. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts […]
Paris (dpa) – Kurz vor dem Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich konnte die Flugüberwachung nach Behördenangaben keinen Funkkontakt mehr zur Unglücksmaschine herstellen. Mitarbeiter hätten vergeblich versucht, die Besatzung zu kontaktieren, sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV, wie die Nachrichtenagentur AFP am Dienstagabend berichtete.
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen. Die Ermittler wollten derzeit acht Zeugen vernehmen, sagte Robin. Die Black-Box solle am Mittwochmorgen untersucht werden. Unklar blieb zunächst, ob der Flight Data Recorder (FDR) oder der Cockpit Voice Recorder (CVR) geborgen wurde. Während das erste Gerät technische Daten zum Flug aufzeichnet, registriert das zweite Gespräche und andere Geräusche in der Pilotenkabine.
«Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt», sagte Robin. Zu möglichen Ursachen des Absturzes wollte er sich nicht äußern. Am Mittwochmorgen sollten zehn Gerichtsmediziner und drei Anthropologen zum Unfallort gebracht werden. Sie sollten dort DNA-Proben entnehmen, um bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.