Winterwetter sorgt für massive Flugausfälle am Flughafen Schiphol
Anhaltendes Winterwetter bringt den Flugbetrieb in Schiphol durcheinander. KLM streicht Hunderte Flüge, arbeitet aber an Stabilisierung und Versorgung mit Enteisungsmitteln.
Anhaltende winterliche Wetterbedingungen haben den Flugverkehr am niederländischen Drehkreuz Amsterdam-Schiphol erheblich beeinträchtigt. Besonders betroffen ist die nationale Fluggesellschaft KLM, die seit dem vergangenen Freitag gezwungen war, mehrere hundert Flüge zu streichen. Schnee, Eis und logistische Engpässe wirken sich weiterhin auf den regulären Betrieb aus, sodass auch in den kommenden Tagen mit Einschränkungen zu rechnen ist.
Winterwetter in Amsterdam: KLM reduziert Betrieb deutlich
Allein am gestrigen Tag hat KLM rund 600 Flüge von und nach Schiphol gestrichen. Ziel dieser Maßnahme war es, frühzeitig Planungssicherheit für die Passagiere zu schaffen und die Situation am Flughafen zu entzerren. Reisende, deren Flüge annulliert wurden und die sich noch nicht auf dem Weg zum Flughafen befinden, werden dringend gebeten, nicht nach Schiphol anzureisen. Durch diese Strategie konnten die Warteschlangen in den Terminals inzwischen spürbar reduziert werden.
Unterstützung für gestrandete Passagiere in Schiphol
Um die Situation vor Ort zu bewältigen, hat KLM zusätzliches Personal mobilisiert. Neben Flugbesatzungen sind auch zahlreiche Mitarbeiter aus den Büros im Einsatz, um gestrandete Passagiere zu betreuen. Reisenden wird geraten, vorübergehend nach Hause zurückzukehren oder ein Hotel aufzusuchen, bis ein neuer Flugtermin feststeht. Für besondere Härtefälle – etwa Passagiere ohne Einreisevisum für die Niederlande – wurden gemeinsam mit dem Flughafen Schiphol spezielle Maßnahmen eingerichtet, um eine sichere Unterbringung zu gewährleisten.
Enteisung als kritischer Faktor
Ein zentrales Problem bleibt die Verfügbarkeit von Enteisungsmitteln. Zwar ist inzwischen eine erste Lieferung eingetroffen, doch der Bedarf ist enorm. KLM arbeitet mit Hochdruck daran, die Vorräte aufzufüllen. Allein heute sollen über 100.000 Liter Enteisungsflüssigkeit nach Schiphol transportiert werden. Solange die Lieferketten noch nicht vollständig stabilisiert sind, unterstützt die Airline aktiv die Logistik, um den sicheren Abflug der verbleibenden Flüge zu gewährleisten.
Ausblick auf die kommenden Tage
Solange das Winterwetter anhält, bleibt die Lage angespannt. KLM und der Flughafen Schiphol rechnen weiterhin mit Einschränkungen, setzen jedoch alles daran, den Betrieb schrittweise zu normalisieren. Passagiere sollten sich regelmäßig über den Status ihrer Flüge informieren und flexibel planen.