Erste A350-900 an KLM übergeben
KLM Royal Dutch Airlines hat am 2. Oktober in Toulouse ihre erste Airbus A350-900 übernommen. Für die niederländische Airline beginnt damit ein neues Kapitel auf der Langstrecke, auf der bislang vor allem Boeing-Muster dominieren.
Stationiert wird der Neuzugang am Heimatdrehkreuz Amsterdam-Schiphol. Von dort soll die KLM A350 interkontinentale Ziele bedienen, als eine der ersten Destinationen ist Toronto vorgesehen. Die Übernahme ist Teil der laufenden Flottenerneuerung. Aktuell betreibt KLM zehn Flugzeuge der A330-Familie sowie 17 A321neo, die A350 erweitert die Airbus-Flotte nun um ein modernes Großraummuster.
Kabine: So ist die A350 von KLM bestuhlt
KLM hat sich für eine Drei-Klassen-Konfiguration mit insgesamt 331 Sitzen entschieden. Vorne finden 34 Passagiere in Business-Class-Suiten Platz, die jeweils direkten Zugang zum Gang bieten. Dahinter folgen 26 Sitze in der Premium Comfort, der Premium Economy der Airline. Den größten Teil der Kabine nimmt die Economy Class mit 271 Plätzen ein.
Ausgestattet ist der Jet mit der Airspace-Kabine von Airbus. Dazu gehören größere Gepäckfächer, eine variable Ambientebeleuchtung und schnelles Internet per Satellit. Die überarbeitete Ergonomie soll nicht nur Fluggästen, sondern auch der Crew auf langen Flügen zugutekommen.
Technik und Effizienz des Airbus A350-900
Mit einer Reichweite von bis zu 9.700 nautischen Meilen, rund 18.000 Kilometern, deckt die A350-900 nahezu jede Langstreckenverbindung nonstop ab. Angetrieben wird sie von Rolls-Royce-Triebwerken der Trent-XWB-Familie. Zusammen mit einer Zelle, die zu großen Teilen aus leichten Verbundwerkstoffen besteht, und einer optimierten Aerodynamik soll das Flugzeug laut Hersteller rund 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als Vorgängermodelle der Konkurrenz. Im selben Umfang sinken nach Airbus-Angaben die Betriebskosten und der CO₂-Ausstoß. Für Airlines wie KLM, die unter Druck stehen, ihre Emissionen zu senken, ist dieser Wert ein zentrales Argument.
A350-Programm mit über 1.620 Bestellungen
Kommerziell steht das A350-Programm auf einer breiten Basis. Bis Ende August 2026 hatten 69 Kunden weltweit mehr als 1.620 Exemplare der Familie bestellt. Mit KLM kommt nun ein weiterer prominenter Netzwerkcarrier als Betreiber hinzu. Wie schnell die Niederländer weitere Maschinen in Dienst stellen und welche Ziele nach Toronto folgen, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
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