Condor zieht 2027 ins Terminal 3 am Flughafen Frankfurt
Condor verlegt ihren Flugbetrieb im Sommer 2027 ins Terminal 3 am Flughafen Frankfurt. Was der Umzug für Passagiere, Kapazitäten und den Standort bedeutet.
Die Ferienfluggesellschaft Condor wird im Sommer 2027 in das neue Terminal 3 am Flughafen Frankfurt umziehen. Das kündigte das Unternehmen gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber Fraport AG bei einem Termin auf der Baustelle des künftigen Abfertigungsgebäudes an.
Der Umzug fällt in eine Phase des Umbruchs bei Condor. Nach der Erneuerung der Langstreckenflotte und einer Neupositionierung der Marke folgt nun die infrastrukturelle Neuausrichtung am Heimatstandort. Frankfurt bleibt damit klarer Mittelpunkt des Streckennetzes – und künftig Dreh- und Angelpunkt im Terminal 3.
Condor im Terminal 3: Mehr Kapazität, neue Prozesse
Das Terminal 3 gilt als eines der größten privat finanzierten Flughafenprojekte in Europa. Mit dem zusätzlichen Gebäude erweitert Frankfurt seine Abfertigungskapazität deutlich. Für Condor bedeutet das vor allem mehr operative Stabilität in einem Umfeld, das auf wachsende Passagierzahlen ausgelegt ist.
Geplant sind moderne Check-in-Bereiche, automatisierte Gepäckanlagen sowie Sicherheitskontrollen mit CT-Scannern, die Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Handgepäck weniger restriktiv behandeln können. Für Umsteiger und Abfluggäste verspricht die neue Infrastruktur kürzere Wege und klarere Passagierführung. Auch die Anbindung an das Vorfeld wurde neu konzipiert, um Bodenzeiten effizienter zu gestalten.
Der Flughafenbetreiber erhofft sich durch das Terminal 3 nicht nur Entlastung für die bestehenden Terminals 1 und 2, sondern auch eine qualitative Aufwertung des Gesamtangebots. Neben zusätzlichen Flugsteigen sind Marktplatzbereiche mit Gastronomie- und Aufenthaltszonen vorgesehen.
Bedeutung für den Standort
Für den Luftverkehrsstandort Frankfurt hat die Entscheidung Signalwirkung. Condor ist nach Passagieraufkommen die zweitgrößte Airline am Platz. Ihr Wechsel ins Terminal 3 sichert dort von Beginn an eine relevante Auslastung. Zugleich bleibt die Airline dem Standort langfristig verpflichtet – ein wichtiger Faktor in Zeiten intensiven Wettbewerbs zwischen europäischen Hubs.
Der Luftverkehr ist für die Rhein-Main-Region ein zentraler Wirtschaftsmotor. Direkt am Flughafen und indirekt in Tourismus, Logistik und Dienstleistungsbranchen hängen zehntausende Arbeitsplätze von stabilen Verkehrsströmen ab. Mit der Inbetriebnahme des Terminal 3 soll diese Wertschöpfung gesichert und perspektivisch ausgebaut werden.
Gleichzeitig steht die Branche unter Transformationsdruck. Effizientere Prozesse am Boden, digitale Services und energieoptimierte Gebäudetechnik sollen dazu beitragen, Betriebskosten und Emissionen zu senken. Das neue Terminal wird daher auch unter Nachhaltigkeitsaspekten geplant – von der Energieversorgung bis zur Gebäudeautomation.
Startpunkt für das Jubiläumsjahr von Condor
Der Zeitplan sieht vor, dass Condor pünktlich zu ihrem 70-jährigen Bestehen im Jahr 2027 in das neue Terminal einzieht. Für die Airline ist das mehr als ein symbolischer Akt: Der Umzug markiert den nächsten Schritt in einer Phase strategischer Neuausrichtung.
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