Der Hamburg Airport sperrt vom 9. bis 23. September die Bahn 15/33 für Wartungsarbeiten. Alle Infos zur Pistensperrung und den Auswirkungen auf den Flugverkehr.

Passagiere, die im September von oder nach Hamburg fliegen, werden es akustisch bemerken: Vom 9. bis voraussichtlich 23. September legt der Hamburg Airport seine Start- und Landebahn 15/33 zwischen Norderstedt und Alsterdorf für die jährliche Wartung still. In diesem Zeitraum wickelt der Flughafen sämtliche Starts und Landungen über die Bahn 05/23 ab – also über Niendorf und Langenhorn. Anwohner in diesen Stadtteilen müssen sich entsprechend auf mehr Fluglärm einstellen.

Die zweiwöchige Pistensperrung ist kein Sonderfall, sondern fester Bestandteil des Flughafenkalenders. Ähnlich wie bei der Inspektion eines Fahrzeugs prüfen Techniker einmal im Jahr den Zustand der Bahnoberfläche, der Markierungen und der technischen Anlagen – Arbeiten, die im laufenden Flugbetrieb schlicht nicht möglich sind.

Diese Arbeiten stehen bei der Pistensperrung an

Während der Sperrzeit bündelt der Flughafen mehrere Gewerke. Dazu zählen laut Martin Borstelmann, Projektleiter Tiefbau am Hamburg Airport, das Entfernen von Gummiabrieb in den Touchdown-Zonen, die Reinigung der Sielleitungen sowie die Erneuerung der Pistenmarkierungen. Parallel wird die Elektrik der Startbahn überprüft. Am Pistenende in Alsterdorf steht zudem ein größeres Bauprojekt an: Dort erneuert der Flughafen eine ausgedehnte Asphaltfläche sowie eine Entwässerungsrinne. Für diese Maßnahme muss die Bahn zwingend komplett außer Betrieb sein.

Die Gegenbahn 05/23 zwischen Niendorf und Langenhorn wurde bereits im Juni gewartet. Damals lief der komplette Flugverkehr über Norderstedt und Alsterdorf – die Sperrungen der beiden Pisten wechseln sich also im Jahresrhythmus ab.

Warum es zusätzlich kurzfristige Tagessperrungen gibt

Neben der planbaren Pistensperrung im September muss der Hamburg Airport übers Jahr verteilt auch kurzfristig einzelne Tage sperren. Grund dafür sind verschärfte Vorgaben der europäischen Luftfahrtbehörde EASA (European Union Aviation Safety Agency). Diese verlangt inzwischen eine engmaschigere Kontrolle der Start- und Landebahnen sowie schnellere Reaktionen, wenn Mängel auffallen.

Diese ungeplanten Sperrungen nutzt der Flughafen unter anderem für Arbeiten an der elektrischen Infrastruktur, etwa an der Befeuerung der Bahn. Wann genau eine solche Sperrung ansteht, entscheidet sich meist kurzfristig – abhängig von Witterung und akutem Handlungsbedarf. Betroffene Termine veröffentlicht der Hamburg Airport jeweils zeitnah auf seiner Website.