Ein Lufthansa-Airbus musste kurz nach dem Start in Athen wegen eines Triebwerksproblems umkehren. Bei der Evakuierung über Notrutschen wurden drei Menschen leicht verletzt.

Ein Zwischenfall mit einem Airbus A321neo von Lufthansa hat am Montagabend am Flughafen Athen für einen Großeinsatz gesorgt. Das Flugzeug war auf dem Weg nach München, musste jedoch kurz nach dem Start aufgrund technischer Probleme umkehren. Nach der sicheren Rückkehr auf den Flughafen der griechischen Hauptstadt wurde die Maschine vorsorglich evakuiert. Drei Passagiere erlitten dabei leichte Verletzungen.

Der betroffene Flug LH1753 war mit deutlicher Verspätung in Athen gestartet. An Bord der Maschine befanden sich nach griechischen Medienberichten 177 Passagiere sowie sieben Crewmitglieder. Ziel des Fluges war München. Doch nur kurze Zeit nach dem Abheben meldete die Cockpitbesatzung offenbar Auffälligkeiten an einem der Triebwerke.

Maschine landet sicher in Athen

Nach dem Auftreten des Problems entschied sich die Crew zur Rückkehr nach Athen. Der Airbus mit dem Kennzeichen D-AIEA drehte mehrere Warteschleifen über der Region Attika, bevor die Piloten die Maschine sicher auf der Start- und Landebahn des Flughafens Athen aufsetzten.

Während des Rückflugs soll sich im hinteren Bereich der Kabine ein intensiver Kerosingeruch ausgebreitet haben. Aus Sicherheitsgründen entschied die Besatzung deshalb nach der Landung, das Flugzeug umgehend zu evakuieren. Die Passagiere verließen den Airbus über die Notrutschen.

Solche Evakuierungen gehören zu den standardisierten Sicherheitsverfahren der Luftfahrt, können jedoch insbesondere bei voller Kabine zu hektischen Situationen führen. Augenzeugen berichteten griechischen Medien zufolge von einer angespannten, aber kontrollierten Atmosphäre an Bord.

Drei Verletzte nach Evakuierung des Lufthansa-Airbus

Bei der Evakuierung wurden drei Menschen leicht verletzt. Laut Berichten der Zeitung Kathimerini mussten die Betroffenen medizinisch versorgt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Über die genaue Art der Verletzungen wurde zunächst nichts bekannt.

Die betroffene Maschine bleibt vorerst in Athen am Boden. Techniker untersuchen nun die Ursache für die gemeldeten Probleme am Triebwerk sowie den Kerosingeruch in der Kabine. Ob ein technischer Defekt oder ein anderes Problem vorlag, ist derzeit noch unklar.

Lufthansa bestätigte den Vorfall und erklärte, dass die Sicherheit von Passagieren und Besatzung oberste Priorität habe. Gleichzeitig entschuldigte sich die Airline bei den Reisenden für die entstandenen Unannehmlichkeiten.