TUI erzielt das beste erste Quartal der Unternehmensgeschichte. Wie das integrierte Airline- und Reisemodell die Saisonalität reduziert und das Geschäftsjahr 2026 prägt.

Die TUI Group ist mit einem außergewöhnlich starken ersten Quartal in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Erstmals gelang es dem Konzern, ein deutlich positives operatives Ergebnis in einem sonst schwachen Winterquartal zu erzielen – ein Signal für die zunehmende Stabilisierung des Geschäftsmodells.

Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich konzernweit auf 77,1 Millionen Euro. Gleichzeitig blieb der Umsatz mit rund 4,9 Milliarden Euro trotz eines intensiven Wettbewerbsumfelds und gedämpfter Konjunktur in Europa stabil. Insgesamt entschieden sich 7,1 Millionen Kunden im ersten Quartal für Angebote der TUI Group.

TUI Airline: Geschäftsjahr 2026

Für die zivile Luftfahrt besonders relevant ist die Entwicklung im Bereich Märkte und Airline, der Reiseveranstalter und Fluggesellschaften bündelt. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds konnte das operative Ergebnis verbessert werden. Das bereinigte EBIT lag bei -115,3 Millionen Euro und damit über dem Vorjahreswert.

Die Zahl der Gäste sank leicht auf 3,7 Millionen. Dieser Rückgang ist jedoch Teil einer bewussten Strategie: TUI reduzierte gezielt Risikokapazitäten, setzte auf diszipliniertes Kapazitätsmanagement und baute dynamisch paketierte Reiseprodukte weiter aus. Parallel dazu stieg die durchschnittliche Auslastung um einen Prozentpunkt auf 86 Prozent – ein klarer Hinweis auf effizientere Flugzeugnutzung.

Der Anteil dynamischer Pauschalreisen legte deutlich zu. Rund 0,8 Millionen Kunden entschieden sich für dieses flexiblere Produkt, was die Transformation des klassischen Airline-Veranstalter-Modells unterstreicht.

Reduzierte Saisonalität stärkt das Airline-Geschäft

Ein zentrales Ziel der Konzernstrategie ist die Verringerung der saisonalen Schwankungen. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass dieser Ansatz greift. Während Winterquartale in der Reise- und Luftfahrtbranche traditionell defizitär sind, konnte TUI das positive Vorjahresergebnis nicht nur bestätigen, sondern ausbauen.

Dazu trägt auch die geografische Diversifizierung bei. Mit neuen Quellmärkten in Osteuropa sowie einer breiteren globalen Aufstellung sinkt die Abhängigkeit von einzelnen europäischen Märkten. Gleichzeitig investieren die Hannoveraner weiter in den stationären Vertrieb, der sich insbesondere bei hochwertigen und frühzeitigen Buchungen als stabilisierender Faktor erweist.

Ausblick auf Sommer 2026: Nachfrage bleibt robust

Die Buchungslage für den Winter 2025/26 sowie den Sommer 2026 bewegt sich im Rahmen der Erwartungen. Beliebte Kurz- und Mittelstreckenziele bleiben Spanien, Griechenland und die Türkei, während auf der Langstrecke unter anderem Mexiko, die Dominikanische Republik und Thailand stark nachgefragt werden.

Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt TUI den Ausblick: Der Umsatz soll um 2 bis 4 Prozent steigen, das bereinigte EBIT um 7 bis 10 Prozent. Für die Airline-Sparte bedeutet dies weiterhin Fokus auf Auslastungsoptimierung, Kapazitätsdisziplin und die enge Verzahnung mit den übrigen Konzernbereichen.