Flughafen-Chef: Drittes Terminal in Frankfurt voll im Plan

Wiesbaden/Frankfurt, 27. Februar 2019

Foto: Fraport

Der Bau des neuen Passagierterminals am Frankfurter Flughafen ist nach Angaben des Betreibers Fraport voll im Plan.

Die Aufträge für den Rohbau im Süden des Flughafens seien komplett vergeben und schon sehr bald werde das Gebäude aus der Baugrube wachsen, sagte der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte am Dienstagabend vor Parlamentariern in Wiesbaden.

Im Terminal 3 des größten deutschen Flughafens sollen ab 2023 jährlich bis zu 23 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Das ist etwas mehr als die Jahreszahl 2018 von Berlin-Tegel. Schon heute hat der Frankfurter Flughafen 69,5 Millionen Passagiere im Jahr und arbeitet in den beiden vorhandenen Terminals an der Kapazitätsgrenze.

Laut Schulte hat Fraport das Projekt des neuen Terminals mit einem Investitionsvolumen zwischen 3,5 und 4 Milliarden Euro gut im Griff. In Anspielung auf den immer noch nicht fertigen Berlin-Brandenburger Flughafen sagte er: «Das wird kein BER, keine Sorge.»

Schulte verteidigte die Planung, das neue Terminal nicht mit einem eigenen Bahnanschluss zu versehen. Die Passagiere sollten mit einer flughafen-internen Bahn zu den hervorragend angebundenen Bahnhöfen am Terminal 1 gebracht werden. Die Züge benötigten nur 8 Minuten für die Strecke und könnten bis zu 4000 Menschen je Stunde transportieren.

Entgegen mancher Berichte werde der erste Abschnitt des neuen Terminals, der Flugsteig G, keine reine Billigflieger-Einrichtung, sagte Schulte. Man baue einen voll funktionsfähigen Flugsteig mit hervorragenden Umsteige-Eigenschaften, an dem man außer den Billigfliegern noch andere Fluggesellschaften sehen werde. Der Flugsteig G soll 2021 fertiggestellt sein und Kapazitäten für 4 bis 5 Millionen Passagiere pro Jahr bieten.

dpa

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