Wien Lufthansa-Tochter einigt sich nun doch mit Betriebsrat über künftige Tarife für Bordpersonal      Bei der defizitären Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) zeichnet sich nach langem Streit eine Einigung über die künftigen Tarife für Piloten und Kabinenpersonal ab. Mit einer Einmalzahlung sollen sie für künftig flachere Gehaltsanstiege entschädigt werden, wie das österreichische Luftfahrt-Portal „Austrian Aviation […]

Wien

Lufthansa-Tochter einigt sich nun doch mit Betriebsrat über künftige Tarife für Bordpersonal   

 

Bei der defizitären Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) zeichnet sich nach langem Streit eine Einigung über die künftigen Tarife für Piloten und Kabinenpersonal ab. Mit einer Einmalzahlung sollen sie für künftig flachere Gehaltsanstiege entschädigt werden, wie das österreichische Luftfahrt-Portal „Austrian Aviation Net“ und der österreichische Rundfunk ORF am Mittwoch berichteten. Darauf hätten sich Unternehmen und Betriebsrat geeinigt. 

AUA-Bordbetriebsratschef Karl Minhard räumt in einem Schreiben an die Mitarbeiter Härten ein. Es handele sich aber um die beste Lösung für alle Mitarbeitergruppen. Noch in dieser Woche soll das Bordpersonal über den Vorschlag abstimmen. Stimmt es zu, wäre die jüngst vom AUA-Vorstand beschlossene Verlagerung des Flugbetriebs auf die tarifgünstigere Tochter Tyrolean aufgehalten. Auch angekündigte Massenkündigungen von Piloten und Flugbegleitern wären abgewendet. 

Die ehemalige Staatsfluglinie AUA ist seit Jahren defizitär und muss auf Druck der Lufthansa vor allem bei den Personalkosten deutlich einsparen. Die Muttergesellschaft hat der österreichischen Airline ein rigides Sparprogramm verordnet. Die Tochter muss die Kosten um 220 Millionen Euro senken. 

Das Lufthansa-Sorgenkind AUA hatte im vergangenen Jahr erneut einen Verlust von 62 Millionen Euro eingeflogen und wird auch 2012 in den roten Zahlen landen. Lufthansa ist zur Sanierung bereit, das AUA-Eigenkapital noch einmal um 140 Millionen Euro aufzustocken. Europas größte Fluggesellschaft hatte im vergangenen Jahr nicht zuletzt wegen der AUA-Verluste unter dem Strich einen Verlust erwirtschaftet. 

Quelle: dpa