Marihuana-Schmuggel am Frankfurter Flughafen: Zoll stellt zwei Kuriere auf einem Flug
Der Zoll am Frankfurter Flughafen stoppt zwei Passagiere mit über 36 Kilogramm Marihuana im Gepäck.
Am Frankfurter Flughafen ist dem Zoll am 14. Juli 2026 ein doppelter Fahndungserfolg gelungen. Bei gezielten Kontrollen, die auf einem Abgleich von Passagierdaten beruhten, gerieten zwei Reisende ins Visier der Beamten. Beide waren mit demselben Flug aus Abu Dhabi gelandet.
Marihuana-Schmuggel im Reisegepäck entdeckt
Im Koffer eines 20-jährigen Mannes fanden die Zollbeamten 17,6 Kilogramm Marihuana. Kurz darauf folgte der zweite Treffer: Im Gepäck eines 21-jährigen Mitreisenden entdeckten die Kontrolleure weitere 18,4 Kilogramm der Droge, verteilt auf 16 einzelne Kunststoffpäckchen. Ein Rauschgiftspürhund hatte den Fund zuvor angezeigt. Beide Männer wurden vorläufig festgenommen, das Rauschgift beschlagnahmt.
Zunehmender Marihuana-Schmuggel trotz Teillegalisierung
Für Aufsehen sorgt weniger der einzelne Fall als die Entwicklung dahinter. Christine Straß, Pressesprecherin des Hauptzollamts Frankfurt am Main, weist darauf hin, dass viele Reisende offenbar nicht wissen, dass die Einfuhr von Marihuana trotz der Teillegalisierung in Deutschland strafbar bleibt, unabhängig davon, ob es im Koffer transportiert oder aus dem Ausland bestellt wird.
Nach Angaben der Behörde hat sich die am Frankfurter Flughafen beschlagnahmte Menge an Cannabisprodukten im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Der aktuelle Fall reiht sich damit in einen Trend ein, der den Zoll vor wachsende Herausforderungen stellt: Immer mehr Kuriere versuchen offenbar, die rechtliche Grauzone rund um Cannabis für den grenzüberschreitenden Schmuggel auszunutzen. Ob es sich bei den beiden Festgenommenen um Mittäter handelte, ist bislang nicht bestätigt.
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