Riyadh Air erhöht seine Bestellung für den Airbus A350-1000 auf 31 Flugzeuge. Was die neue Bestellung für die saudische Airline und ihre Wachstumspläne bedeutet.

Die saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air hat auf der Farnborough Airshow eine feste Bestellung über sechs zusätzliche Airbus A350-1000 unterzeichnet. Damit steigt die Gesamtzahl der fest bestellten Maschinen dieses Typs auf 31. Die neue Airline mit Sitz in Riad positioniert sich damit als erster Betreiber des A350-1000 im Königreich.

Die jetzt bestätigte Order ist Teil einer größeren Rahmenvereinbarung: Bereits 2025 hatte Riyadh Air eine Absichtserklärung über bis zu 50 Exemplare des Großraumjets unterzeichnet. Mit der Aufstockung auf 31 fest bestellte Flugzeuge wandelt die Airline einen weiteren Teil dieser Option in einen verbindlichen Auftrag um.

Airbus A350-1000 als Rückgrat der Langstreckenpläne

Riyadh Air soll den A350-1000 vor allem für den Ausbau des internationalen Streckennetzes einsetzen. Die Airline verfolgt das Ziel, bis 2030 mehr als 100 Ziele weltweit anzufliegen, und stützt damit zugleich die Vision-2030-Strategie Saudi-Arabiens, die das Land zu einem globalen Luftverkehrsdrehkreuz machen soll.

Finanzchef Adam Boukadida erklärte, die Aufstockung der Bestellung unterstreiche das Vertrauen der Airline in ihre eigene Wachstumsstrategie sowie in die Perspektiven der saudischen Luftfahrtbranche. Auf Airbus-Seite betonte Vertriebschef Benoît de Saint-Exupéry, man baue die Partnerschaft mit Riyadh Air gezielt weiter aus, während die Airline ihre Expansionspläne vorantreibe.

Reichweite und Effizienz sprechen für den Langstreckenjet

Der A350-1000 gilt als eines der modernsten Großraumflugzeuge am Markt. Airbus zufolge kann die Maschine non-stop bis zu 9.700 nautische Meilen beziehungsweise rund 18.000 Kilometer zurücklegen und eignet sich damit für nahezu jede interkontinentale Verbindung ohne Zwischenstopp.

Für den Antrieb sorgen Triebwerke der neuesten Rolls-Royce-Generation. In Kombination mit dem Einsatz leichter Verbundwerkstoffe soll die Maschine gegenüber Wettbewerbsmodellen der Vorgängergeneration rund 25 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen, was sich sowohl auf die Betriebskosten als auch auf den CO₂-Ausstoß auswirkt. An Bord kommt die sogenannte Airspace-Kabine zum Einsatz, mit der Airbus ein zeitgemäßes Reiseerlebnis für Passagiere und Besatzung verspricht.

A350-Familie mit starker Auftragslage

Der A350-1000 ist die größere der beiden Varianten der A350-Familie, zu der auch die kleinere A350-900 gehört. Bis Ende Juni 2026 verzeichnete Airbus für die gesamte A350-Baureihe 1.595 feste Bestellungen von 68 Kunden weltweit, eine Bilanz, die den Langstreckenjet zu einem der kommerziell erfolgreichsten Großraumflugzeuge überhaupt macht.