Zum Auftakt der ILA Berlin haben Pro-Palästina-Aktivisten Zufahrtsstraßen blockiert und den Besucherverkehr erheblich verzögert. Was Messebesucher jetzt wissen müssen.

Zum Eröffnungstag der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA Berlin kam es rund um das Messegelände am Hauptstadtflughafen BER zu erheblichen Behinderungen. Aktivisten der Gruppe „Peacefully against Genocide“ blockierten Zufahrtsstraßen und sorgten damit für deutliche Verzögerungen im Anreiseverkehr.

Nach Angaben der Polizei war die Zufahrt Dorfstraße gegen 11 Uhr vollständig blockiert, der Wiesenweg konnte zwischenzeitlich zumindest halbseitig wieder freigegeben werden. Die Messeleitung reagierte rasch und empfahl Besuchern, ab der S-Bahn-Haltestelle Waßmannsdorf die restliche Strecke zu Fuß zurückzulegen.

ILA Berlin: Rüstungsaussteller im Fokus der Proteste

Die Aktivisten begründeten ihren Protest mit der Präsenz großer Rüstungskonzerne auf der Messe. Die Gruppe, deren Name sich mit „friedlich gegen den Völkermord“ übersetzen lässt, richtet ihre Kritik gegen die Verknüpfung von Luft- und Raumfahrtindustrie mit Militärtechnologie – ein Thema, das die ILA seit Jahren begleitet.

Zur Eröffnung der diesjährigen Ausgabe wurde unter anderem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) als Gast erwartet. Die Messe gilt als eine der bedeutendsten Luft- und Raumfahrtschauen Europas.

750 Aussteller aus 37 Ländern auf der ILA

Mit rund 750 Ausstellern aus 37 Ländern präsentiert die ILA Berlin in diesem Jahr ein breites Spektrum der internationalen Branche – von kommerzieller Luftfahrt über Raumfahrttechnologie bis hin zu Verteidigung und Sicherheit. Noch bis Freitag bleibt das Gelände dem Fachpublikum vorbehalten. Am Wochenende öffnet die Messe ihre Tore für alle Interessierten – Tickets mussten jedoch vorab gesichert werden, kurzfristige Käufe an der Tageskasse sind nicht vorgesehen.