Tödlicher Zwischenfall am Flughafen Denver
Am Flughafen Denver kam es zu einem schweren Zwischenfall mit einem Airbus A321 von Frontier Airlines. Eine Person wurde von der startenden Maschine erfasst. Über 200 Passagiere mussten evakuiert werden.
Am internationalen Flughafen von Denver ist es zu einem folgenschweren Zwischenfall gekommen, der einen geplanten Linienflug nach Los Angeles abrupt stoppte. Ein Airbus A321 der US-Fluggesellschaft Frontier Airlines erfasste beim Startlauf offenbar eine Person auf dem Rollfeld. In der Folge geriet eines der Triebwerke kurzzeitig in Brand. Mehr als 230 Menschen an Bord mussten das Flugzeug über die Notrutschen verlassen.
Flughafen Denver: Zwischenfall führt zu Evakuierung
Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend Ortszeit. Nach Angaben des Flughafens befand sich der Airbus bereits im Startvorgang, als es zur Kollision kam. Kurz darauf meldete die Crew Rauchentwicklung in der Kabine. Der Start wurde sofort abgebrochen, die Besatzung leitete eine Evakuierung ein.
An Bord befanden sich 224 Passagiere sowie sieben Crewmitglieder. Die Menschen wurden über die Notrutschen auf das Vorfeld gebracht und anschließend zurück ins Terminal transportiert. Zwölf Personen erlitten dabei leichte Verletzungen, fünf von ihnen mussten vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht werden. Die meisten Reisenden konnten ihre Reise später mit Ersatzflügen fortsetzen.
Ermittlungen laufen
Die Identität der getöteten Person ist bislang nicht bekannt. Laut Flughafenverwaltung handelt es sich vermutlich nicht um einen Mitarbeiter des Airports. Sicherheitskräfte untersuchten nach dem Vorfall die Umzäunung des Flughafengeländes, fanden jedoch keine Hinweise auf eine Beschädigung oder ein gewaltsames Eindringen.
US-Medien berichteten unter Berufung auf einen anonymen Flughafenmitarbeiter, die Person sei „zumindest teilweise“ in das Triebwerk geraten. Dadurch habe sich das Feuer entwickelt. Offiziell bestätigt wurde dieser Ablauf bislang nicht. Der Brand konnte nach Angaben des Flughafens jedoch schnell gelöscht werden.
Die betroffene Startbahn blieb zunächst gesperrt, während Ermittler den Hergang rekonstruieren. Neben der Flughafenpolizei untersucht auch die US-Luftfahrtbehörde FAA den Zwischenfall.
Unfall wirft Sicherheitsfragen auf
Besonders brisant ist die Frage, wie eine Person überhaupt auf das Rollfeld eines der größten Flughäfen der USA gelangen konnte. Der Denver International Airport gilt als sicherheitskritische Infrastruktur mit umfangreichen Zugangskontrollen. Dass es dennoch zu einem solchen Vorfall kommen konnte, dürfte die Diskussion über Sicherheitskonzepte an Flughäfen erneut anheizen.
Auch für Frontier Airlines ist der Vorfall ein schwerer Schlag. Die Fluggesellschaft erklärte, man sei „zutiefst traurig“ über das Geschehen und unterstütze die laufenden Ermittlungen. Für die Crew stand nach dem Startabbruch zunächst die sichere Evakuierung der Passagiere im Vordergrund.
Lesen Sie auch Lufthansa Group: Kerosinversorgung bis Mitte Juni gesichert