Die ICAO verschärft weltweit die Vorschriften für Powerbanks im Flugzeug. Was Passagiere jetzt beachten müssen und warum die Regeln gelten.

Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) verschärft ihre Vorschriften für den Transport von Powerbanks an Bord von Passagierflugzeugen deutlich. Künftig dürfen Reisende weltweit nur noch maximal zwei tragbare Akkus mit in die Kabine nehmen. Die Regelung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft und gilt unabhängig von nationalen Übergangsfristen.

Damit reagiert die Organisation auf wachsende Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Lithium-Ionen-Batterien, die bei Beschädigung oder Überhitzung ein erhebliches Brandrisiko darstellen können.

Powerbanks im Flugzeug: Laden künftig verboten

Eine der zentralen Neuerungen betrifft den Umgang mit den Geräten während des Fluges. Das Aufladen von Powerbanks an Bord ist künftig grundsätzlich untersagt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass es durch Überhitzung oder technische Defekte zu Zwischenfällen kommt.

Lithiumbasierte Energiespeicher gelten seit Jahren als potenzielle Gefahrenquelle in der Luftfahrt. Insbesondere in der Kabine, wo ein schneller Zugriff möglich ist, sollen Risiken durch klare Einschränkungen minimiert werden.

Internationale Standards mit direkter Wirkung

Normalerweise setzt die ICAO lediglich Rahmenstandards, die von ihren 193 Mitgliedsstaaten in nationales Recht überführt werden. Im Fall der neuen Vorschriften für Powerbanks erfolgt die Umsetzung jedoch unmittelbar. Das unterstreicht die Dringlichkeit, die die Organisation dem Thema beimisst.

Für Passagiere bedeutet das: Die neuen Regeln gelten unabhängig von Airline oder Abflugland und sollten bei der Reiseplanung zwingend berücksichtigt werden.

Sicherheitsdebatte um Powerbanks im Flugzeug

Die Verschärfung kommt nicht überraschend. Bereits im Vorfeld hatten mehrere Staaten und Fluggesellschaften eigene Restriktionen eingeführt. Hintergrund sind unter anderem Vorfälle mit überhitzten Akkus, die zu Rauchentwicklung oder Bränden führten.

Ein besonders beachteter Zwischenfall ereignete sich 2025 an Bord einer Maschine der Airline Air Busan. In der Folge zogen unter anderem die Lufthansa-Gruppe sowie Behörden in Südkorea Konsequenzen und verschärften ihre Richtlinien.