Nach iranischen Drohnenangriffen der letzten Wochen auf den Flughafen Dubai wurden laut einem Bericht des Wall Street Journal zivile Flugzeuge beschädigt. Welche Folgen hat der Vorfall für Emirates und die Luftfahrt im Nahen Osten?

Bei Drohnenangriffen auf den Dubai International Airport sollen mehrere geparkte Verkehrsflugzeuge beschädigt worden sein – darunter auch ein Airbus A380 der Fluggesellschaft Emirates.

Drohnenangriff in Dubai trifft zivile Flugzeuge

Auslöser der Ereignisse sind militärische Spannungen zwischen dem Iran sowie den USA und Israel. Infolge der Angriffe weitete Teheran seine militärischen Aktivitäten auf Ziele in der Region aus, darunter auch die Vereinigten Arabischen Emirate.

Mehrere Drohnen trafen dabei das Gelände des Flughafens Dubai. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden mindestens zwei zivile Maschinen beschädigt: ein Airbus A380 von Emirates sowie ein Airbus A321 der saudischen Airline Saudia. Unklar bleibt bislang, bei welchem der Angriffe die Schäden entstanden sind, da es seit Ende Februar mehrere Attacken gab.

Folgen für den Flugverkehr

Die Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr sind erheblich. Der Flughafen Dubai zählt zu den wichtigsten Drehkreuzen weltweit, insbesondere für Langstreckenverbindungen zwischen Europa, Asien und Australien.

Zwar hält Emirates den Betrieb aufrecht, doch die Kapazität ist deutlich reduziert. Statt des üblichen Vollbetriebs liegt das Flugaufkommen derzeit bei rund 60 Prozent. Auch andere Airlines aus der Region – darunter Etihad Airways, Flydubai und Air Arabia – mussten ihre Abläufe anpassen.

Für Passagiere bedeutet das vor allem Verspätungen, Umleitungen und gestrichene Flüge. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit in einer ohnehin angespannten geopolitischen Lage.

Emirates A380: Symbolflugzeug unter Beschuss

Besonders brisant ist die mögliche Beschädigung eines Airbus A380. Der Superjumbo gilt als Flaggschiff der Emirates-Flotte und ist eng mit der globalen Expansion der Airline verbunden.

Mit über 100 aktiven Maschinen ist Emirates der weltweit größte Betreiber des Flugzeugtyps. Insgesamt wurde rund die Hälfte aller jemals produzierten A380 an die Airline ausgeliefert. Der genaue Zustand der betroffenen Maschine ist bislang nicht bekannt. Auch gibt es keine Hinweise darauf, ob strukturelle Schäden entstanden sind.

Emirates plant weiterhin einen langfristigen Einsatz der A380 bis in die 2040er-Jahre. Dafür wurde ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm aufgelegt, das Kabinen, Technik und Effizienz der Flugzeuge verbessern soll.