Israels öffnet den Luftraum in der Nacht auf Donnerstag: Der Flughafen Ben Gurion startet mit Rückholflügen für gestrandete Staatsbürger. Täglich sollen bis zu 10.000 Menschen zurückkehren.

Nach Tagen weitgehender Sperrung bereitet Israel eine kontrollierte Wiederaufnahme des Luftverkehrs vor. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag soll der Betrieb am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv schrittweise anlaufen. Die Maßnahme ist Teil einer groß angelegten Rückholaktion für Staatsbürger, die seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen im Ausland festsitzen.

Nach Angaben aus dem Verkehrsministerium ist die Öffnung zunächst auf Ankünfte beschränkt. Maschinen, die Israel verlassen, um gestrandete Israelis aufzunehmen, starten ohne Passagiere.

Israels Luftraumöffnung als logistische Herausforderung

Mehr als 100.000 Israelis befinden sich Schätzungen zufolge derzeit außerhalb des Landes. Viele wurden von der raschen Eskalation des Konflikts überrascht und konnten wegen der Luftraumsperrung nicht zurückkehren. Die nun eingeleitete Rückholaktion Israels stellt die Behörden vor eine enorme logistische Aufgabe.

Zum Start soll eine Landung pro Stunde ermöglicht werden. In einer zweiten Phase ist vorgesehen, die Frequenz auf zwei Maschinen pro Stunde zu erhöhen. Nach Berechnungen des Verkehrsministeriums könnten so täglich rund 10.000 Menschen zurückgebracht werden. Innerhalb von etwa zehn Tagen soll die Mehrheit der Betroffenen wieder im Land sein.

Für Airlines und Flughafenbetreiber bedeutet das einen Betrieb unter Ausnahmebedingungen. Abfertigungsprozesse, Sicherheitskontrollen und Bodenabfertigung müssen auch bei reduzierter Taktung reibungslos funktionieren. Gleichzeitig bleibt die Sicherheitslage unbeständig, was flexible Planungen erfordert.

Israels Luftraumöffnung im Kontext des Konflikts

Auslöser der aktuellen Situation ist die militärische Eskalation zwischen Israel und Iran, die am vergangenen Samstag offen ausgebrochen war. In der Folge wurde der zivile Luftverkehr weitgehend eingestellt. Internationale Fluggesellschaften strichen Verbindungen, zahlreiche Maschinen wurden umgeleitet.

Die nun geplante Teilöffnung ist daher kein Schritt zurück zur Normalität, sondern eine gezielte Sondermaßnahme. Der reguläre internationale Flugverkehr bleibt bis auf Weiteres stark eingeschränkt. Auch Abflüge mit regulären Passagieren sind vorerst nicht vorgesehen. Der Fokus liegt klar auf der Rückführung der eigenen Staatsbürger.