Hamburg Airport erprobt selbstfahrende Sicherheitsroboter des Schweizer Unternehmens Ascento. Was die KI-gestützten Systeme können – und was sie nicht ersetzen sollen.

Selbstfahrende Roboter überwachen das Außengelände des Hamburg Airport – zumindest vorübergehend. Seit Kurzem läuft am norddeutschen Verkehrsflughafen ein viermonatiges Pilotprojekt, das den Einsatz autonomer Sicherheitssysteme im Realbetrieb erprobt. Die Geräte stammen vom Schweizer Robotikunternehmen Ascento und patrouillieren entlang des Sicherheitszauns im Außenbereich.

Technik: Was die KI-gestützten Sicherheitsroboter leisten

Die Maschinen im futuristischen Design sind mit Kameras, Sendeeinheiten sowie Licht- und Warnsystemen ausgerüstet. Ihr Kernauftrag: die regelmäßige Kontrolle der Zaunanlage auf Beschädigungen oder Manipulationen. Werden Auffälligkeiten registriert, dokumentieren die Systeme den Befund automatisch und übermitteln ihn in Echtzeit an das Sicherheitspersonal. Hindernisse auf ihrer Route erkennen und umfahren die Roboter eigenständig – ohne menschliches Eingreifen.

Autonome Systeme dieser Art sind speziell für die Überwachung weiträumiger Außenflächen konzipiert, wie sie auf Flughafengeländen typisch sind.

Ergänzung, kein Ersatz für Sicherheitskräfte

Der Testlauf verfolgt klare Erkenntnisinteressen. „Mit dem Test möchten wir herausfinden, inwieweit solche Technologien das Sicherheitspersonal unterstützen und zur weiteren Erhöhung der Luftsicherheit beitragen können“, erklärte David Liebert, Leiter Aviation am Hamburg Airport. Er betont dabei ausdrücklich: Die Roboter werden ergänzend eingesetzt – eine Personalreduzierung ist nicht das Ziel.

Das ist eine relevante Klarstellung. Dort, wo Automatisierung in sicherheitskritischen Bereichen erprobt wird, steht schnell die Frage nach Stellenabbau im Raum. Der Hamburg Airport grenzt sich davon ab.

Flughafen-Sicherheit: Wohin führt der Roboter-Einsatz?

Ob die Sicherheitsroboter nach dem Pilotprojekt dauerhaft auf dem Hamburger Flughafengelände Einzug halten, ist noch offen. Die Auswertung der Testphase wird zeigen, ob die Systeme den Erwartungen standhalten – operativ wie wirtschaftlich. Für die Branche ist das Projekt ein frühes Praxisbeispiel, das Signalwirkung haben könnte: Andere europäische Flughäfen dürften die Ergebnisse aufmerksam verfolgen.