Ein massiver Wintersturm trifft am Wochenende große Teile der USA. American, Delta, United und Co. reagieren mit Umbuchungsregeln und ersten Flugstreichungen.

Ein schwerer Wintersturm wird am kommenden Wochenende weite Teile der USA lahmlegen – mit erheblichen Auswirkungen auf den Luftverkehr. Meteorologen rechnen mit starkem Schneefall, Eisregen und extrem niedrigen Temperaturen vom Süden über den Mittleren Westen bis in den Nordosten. Große US-Fluggesellschaften reagieren bereits mit Sondermaßnahmen, um die absehbaren Störungen im Flugbetrieb abzufedern.

Reisewarnungen und Kulanzregelungen

Nahezu alle großen US-Airlines haben sogenannte Travel Waiver veröffentlicht. Diese erlauben es Passagieren, ihre Flüge kostenfrei umzubuchen oder zu verschieben, sofern sie von den betroffenen Regionen und Reisedaten betroffen sind.

American Airlines, Delta Air Lines und United Airlines haben ihre Kulanzregelungen auf Dutzende Flughäfen ausgeweitet. Auch Low-Cost-Carrier wie Southwest, JetBlue, Spirit und Frontier verzichten temporär auf Umbuchungsgebühren oder ermöglichen flexible Rückerstattungen. Ziel ist es, Passagiere frühzeitig zu einer Anpassung ihrer Reisepläne zu bewegen und die Belastung an den Flughäfen zu reduzieren.

Erste vorsorgliche Flugstreichungen angekündigt

Neben den Kulanzregelungen haben einzelne Airlines bereits begonnen, vorsorglich Flüge zu streichen – insbesondere in Regionen, in denen Eisregen und starker Schneefall prognostiziert sind. Betroffen sind vor allem Airports im Süden und Mittleren Westen der USA, die als wichtige Drehkreuze im nationalen Streckennetz fungieren.

Branchenbeobachter rechnen damit, dass die Zahl der gestrichenen Flüge mit Annäherung des Sturms deutlich steigen wird. Bereits jetzt wurden für das Wochenende und den angrenzenden Reisezeitraum hunderte Flugausfälle registriert.

Warum Winterstürme den US-Flugverkehr besonders treffen

Winterstürme haben in den USA häufig netzwerkweite Auswirkungen. Wird ein großer Hub, etwa im Süden oder an der Ostküste, durch Wetterbedingungen eingeschränkt, kommt es schnell zu Kettenreaktionen: Crews und Flugzeuge fehlen an anderen Standorten, Umläufe brechen zusammen, Verspätungen pflanzen sich fort.

Airlines versuchen daher, durch frühe Flugstreichungen, Umleitungen und Anpassungen der Einsatzpläne die Folgen möglichst zu begrenzen. Gleichzeitig werden zusätzliche Boden- und Wartungskapazitäten bereitgestellt, um nach dem Sturm schneller zum Normalbetrieb zurückzukehren.

Airlines setzen auf proaktive Kommunikation

Ein Schwerpunkt liegt auf der digitalen Kundeninformation. Fluggesellschaften informieren Passagiere per App, E-Mail und SMS über mögliche Änderungen und empfehlen, den Flugstatus regelmäßig zu überprüfen. Die proaktive Kommunikation soll helfen, spontane Flughafenaufenthalte und Betreuungsaufwand vor Ort zu vermeiden.

Trotz aller Vorbereitungen rechnen Experten mit einem stark beeinträchtigten Flugverkehr am Wochenende. Tausende Verspätungen und weitere Flugstreichungen gelten als wahrscheinlich, insbesondere entlang der Sturmzugbahn.

Für Reisende bedeutet das: flexible Planung, frühzeitige Umbuchungen und eine enge Beobachtung der aktuellen Flugstatus-Meldungen sind dringend empfohlen.