LATAM übernimmt erstmals eine Boeing 787-9 mit GEnx-Triebwerken. Der neue Dreamliner steht für Effizienz, Nachhaltigkeit und den Ausbau der Langstreckenflotte bis 2030.

Die LATAM Airlines Group treibt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte weiter voran: Mit der Übernahme ihrer ersten Boeing 787-9, ausgestattet mit modernen GEnx-Triebwerken von GE Aerospace, setzt die Airline ein klares Zeichen in Richtung Effizienz und Nachhaltigkeit. Als erste Fluggesellschaft Südamerikas integriert LATAM dieses Dreamliner-Modell in den kommerziellen Betrieb und baut damit ihre technologische Vorreiterrolle in der Region aus.

Das neue Flugzeug wurde im Boeing-Werk in Charleston (South Carolina) übernommen und nach Santiago de Chile überführt. In den kommenden Wochen soll die Maschine schrittweise auf internationalen Langstrecken eingesetzt werden und dort ältere, weniger effiziente Flugzeuge ersetzen.

LATAM: Effizienzgewinn durch GEnx-Triebwerke

Ein zentraler Vorteil der neuen 787-9 von LATAM liegt in der Kombination aus moderner Zelle und leistungsfähigen Triebwerken. Die GEnx-Aggregate zählen zur neuesten Generation von Großtriebwerken und ermöglichen laut Hersteller eine Reduzierung des Treibstoffverbrauchs um bis zu 15 Prozent im Vergleich zu älteren GE-Modellen. Damit gehen auch geringere CO₂- und Stickoxid-Emissionen einher.

Darüber hinaus zeichnen sich die Triebwerke durch leiseren Betrieb sowie eine höhere Zuverlässigkeit und Lebensdauer aus. Für Fluggesellschaften bedeutet das nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch geringere Wartungskosten und eine verbesserte Einsatzflexibilität im täglichen Flugbetrieb.

LATAM: Boeing 787-9 als Baustein der Flottenmodernisierung

Die Einführung der Boeing 787-9 ist Teil eines umfassenden Flottenprogramms der LATAM-Gruppe. Ende 2025 verfügte der Konzern über insgesamt 371 Flugzeuge, nachdem allein im Laufe des Jahres 26 neue Maschinen der jüngsten Generation ausgeliefert worden waren. Der Fokus liegt dabei klar auf Mustern mit höherer Reichweite, besserer Wirtschaftlichkeit und geringerer Umweltbelastung.

Für 2026 plant LATAM die Übernahme von 41 weiteren Flugzeugen. Darunter befindet sich erstmals auch ein Modell des brasilianischen Herstellers Embraer, was die Flotte im Regional- und Kurzstreckensegment ergänzen soll. Im Jahr 2027 sollen weitere 27 Flugzeuge folgen, einschließlich des ersten Airbus A321XLR, der neue Möglichkeiten auf längeren Mittelstrecken eröffnet.

Langfristige Perspektive bis 2030

Auch über die nächsten Jahre hinaus verfolgt LATAM ambitionierte Ziele. Bis 2030 rechnet die Airline mit der Einführung von mehr als 130 zusätzlichen Flugzeugen unterschiedlicher Hersteller. Damit soll nicht nur das Streckennetz weiter ausgebaut werden, sondern vor allem die Effizienz auf Mittel- und Langstrecken deutlich steigen.

Nach aktuellen Planungen wird bis zum Ende des Jahrzehnts mehr als die Hälfte der gesamten LATAM-Flotte aus Flugzeugen der neuesten Generation bestehen. Die LATAM Boeing 787-9 nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein: Sie verbindet hohe Reichweite mit vergleichsweise niedrigen Betriebskosten und unterstützt so das internationale Wachstum der Gruppe.