Chapecó (dpa) – Der Präsident des Fußball-Weltverbandes (FIFA), Gianni Infantino, reist zu der Trauerfeier für die bei dem Flugzeugabsturz in Kolumbien gestorbenen Fußball des brasilianischen Vereins Chapecoense. Das bestätigte ein Sprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Trauerfeier findet am Samstag im Stadion der südbrasilianischen Stadt Chapecó statt. Nach der Überführung der Leichen durch die brasilianische […]

Chapecó (dpa) – Der Präsident des Fußball-Weltverbandes (FIFA), Gianni Infantino, reist zu der Trauerfeier für die bei dem Flugzeugabsturz in Kolumbien gestorbenen Fußball des brasilianischen Vereins Chapecoense. Das bestätigte ein Sprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Trauerfeier findet am Samstag im Stadion der südbrasilianischen Stadt Chapecó statt. Nach der Überführung der Leichen durch die brasilianische Luftwaffe sollen die Särge zur Arena Condá gebracht werden, wo rund 19 000 Zuschauer auf den Rängen der Trauerfeier beiwohnen können. Auf dem Rasen ist dem Club zufolge für 2000 Menschen Platz. Dieser ist den Familien und Angehörigen der getöteten Spieler, Trainer und Betreuer vorbehalten.

Die Maschine war am Montagabend wegen Treibstoffmangels abgestürzt. Die Mannschaft von Chapecoense war auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atlético Nacional Medellín. 71 Menschen starben, sechs überlebten: drei Spieler, zwei Crewmitglieder, ein Journalist.

Nach Angaben des Portals «Folha de S. Paulo» wird der von linken Gruppen angefeindete brasilianische Präsident Michel Temer aus Angst vor Protesten nicht teilnehmen, sondern nur bei der Ankunft der Särge am Flughafen anwesend sein. Er wird als Treiber des umstrittenen Amtsenthebungsverfahrens gegen Vorgängerin Dilma Rousseff angesehen und war schon bei der Eröffnung der Olympischen Spiele gnadenlos ausgepfiffen worden. In Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes soll es am Wochenende vor sämtlichen Fußballspielen auf der Welt eine Schweigeminute geben. Zudem laufen weltweit Teams mit Trauerflor auf.