Brüssel (dpa) – Eine Expertengruppe soll Lehren aus dem Absturz der Germanwings-Maschine ziehen. Die Brüsseler EU-Kommission wies die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA angewiesen, eine spezielle Arbeitsgruppe ein. Sie soll den Zwischenbericht der französischen Flugunfallermittler vom Mittwoch auswerten. Dies solle verhindern helfen, dass sich ein solches Unglück in Zukunft wiederhole, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag. […]

Brüssel (dpa) – Eine Expertengruppe soll Lehren aus dem Absturz der Germanwings-Maschine ziehen. Die Brüsseler EU-Kommission wies die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA angewiesen, eine spezielle Arbeitsgruppe ein. Sie soll den Zwischenbericht der französischen Flugunfallermittler vom Mittwoch auswerten. Dies solle verhindern helfen, dass sich ein solches Unglück in Zukunft wiederhole, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag.

Die französische Flugsicherheitsbehörde Bea kommt in ihrem Zwischenbericht unter anderem zu dem Ergebnis, dass der Copilot bereits auf dem Hinflug nach Barcelona den Autopiloten wiederholt für einige Sekunden auf die Flughöhe von nur noch 30 Metern einstellte. Außerdem verschloss er laut den Ermittlern unmittelbar vor dem Absturz die Cockpit-Tür und sperrte die Crew aus.

Die neue Arbeitsgruppe soll Sicherheits-Fachleute und medizinisches Personal aus Luftfahrtbranche und Aufsichtsbehörden zusammenbringen. Die Mitglieder sollen etwa das System zur Verrigelung der Cockpit-Türen untersuchen wie auch Vorgaben zum Betreten und Verlassen des Cockpits prüfen. Auch Kriterien und Verfahren zu medizinischen Tests für Piloten sollen auf den Prüfstand kommen.

Ein erstes Treffen war bereits für den Donnerstag geplant. Die Gruppe wird laut EU-Kommission den französischen Bericht auswerten, selbst Beweismaterial sammeln, Experten anhören und die laufende Ermittlung der Luftfahrtbehörde verfolgen.