Olsberg (dpa) – Ein Jahr nach dem Flugzeug-Unglück bei einer Luftwaffen-Übung über dem Sauerland ist die genaue Ursache immer noch unbekannt. Die Staatsanwaltschaft in Arnsberg, die wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Eurofighter-Piloten ermittelt, wartet auf den Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig. Einem Zwischenbericht zufolge verursachte ein Flugfehler der Piloten in dem abgestürzten Learjet […]

Olsberg (dpa) – Ein Jahr nach dem Flugzeug-Unglück bei einer Luftwaffen-Übung über dem Sauerland ist die genaue Ursache immer noch unbekannt. Die Staatsanwaltschaft in Arnsberg, die wegen fahrlässiger Tötung gegen zwei Eurofighter-Piloten ermittelt, wartet auf den Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig. Einem Zwischenbericht zufolge verursachte ein Flugfehler der Piloten in dem abgestürzten Learjet die Kollision mit dem Kampfjet. Sollte der Abschlussbericht dies bestätigen, würden die Ermittlungen eingestellt, sagte Staatsanwalt Klaus Neulken.

Unterdessen werden rund um die Absturzstelle auch nach dem Abtragen von Boden immer noch Trümmerteile gefunden. Bei dem Unglück am 23. Juni 2014 waren die beiden 43 und 50 Jahre alten Piloten eines Learjets der Gesellschaft für Flugzieldarstellung ums Leben gekommen. Das Unternehmen übernimmt Aufgaben bei Bundeswehrübungen. Das Flugzeug hatte bei einer Abfang-Übung einen Eurofighter berührt und war dann auf eine Wiese im 600-Einwohner-Dorf Elpe bei Olsberg gestürzt und in Flammen aufgegangen.