Köln (dpa) – Nach dem absichtlich herbeigeführten Germanwings-Absturz hat die Pilotengewerkschaft Cockpit vor Schnellschüssen in der Debatte um neue Sicherheitsmaßnahmen gewarnt. «Zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Maßnahmen zu nennen, wäre viel zu verfrüht», sagte der Präsident der Vereinigung Cockpit (VC), Ilja Schulz, am Donnerstag am Rande der Lufthansa-Pressekonferenz in Köln. «Wir müssen genau sehen: Was hat jetzt dazu geführt? Welche Nachteile holt man […]

Köln (dpa) – Nach dem absichtlich herbeigeführten Germanwings-Absturz hat die Pilotengewerkschaft Cockpit vor Schnellschüssen in der Debatte um neue Sicherheitsmaßnahmen gewarnt. «Zum jetzigen Zeitpunkt konkrete Maßnahmen zu nennen, wäre viel zu verfrüht», sagte der Präsident der Vereinigung Cockpit (VC), Ilja Schulz, am Donnerstag am Rande der Lufthansa-Pressekonferenz in Köln. «Wir müssen genau sehen: Was hat jetzt dazu geführt? Welche Nachteile holt man sich mit einer Änderung ein?»

Zu Überlegungen, einen weiteren Piloten ins Cockpit zu setzen, sagte Schulz: «Dies ist ein Gedanke, der von vielen angedacht wird. Aber auch der würde noch keine hundertprozentige Sicherheit geben, weil auch dann ein anderer Kollege noch den anderen im Cockpit überwältigen kann.» Er sprach sich auch dafür aus, mögliche neue Verfahren «nicht nur für eine Fluggesellschaft, sondern verbindlich über die Behörden» einzuführen.