Dublin / Hannover Die irische Airline profitiert wider Erwarten von einem positiven operativen Ergebnis Aer Lingus hat im Geschäftsjahr 2011 mit 49,1 Millionen Euro erneut einen deutlich positiven operativen Gewinn erzielt. Im Vorjahr waren es sogar 52,5 Millionen Euro. Bei um 6,0 Prozent gestiegenen Gesamtumsatzerlösen von 1,288 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis damit weit […]

Dublin / Hannover

Die irische Airline profitiert wider Erwarten von einem positiven operativen Ergebnis

Aer Lingus hat im Geschäftsjahr 2011 mit 49,1 Millionen Euro erneut einen deutlich positiven operativen Gewinn erzielt. Im Vorjahr waren es sogar 52,5 Millionen Euro. Bei um 6,0 Prozent gestiegenen Gesamtumsatzerlösen von 1,288 Milliarden Euro lag das operative Ergebnis damit weit über den Erwartungen, mit denen die irische Fluggesellschaft noch vor rund zwölf Monaten in das Jahr 2011 gestartet war.

Im aktuellen Marktumfeld und im Vergleich zu den Wettbewerbern liegt Aer Lingus mit diesem sehr guten Ergebnis und einer EBIT-Marge (Profitabilität) von 3,8 Prozent im Ranking der europäischen Airlines auf den vorderen Plätzen. Auch bei den Beförderungsleistungen legte die Airline leicht zu: Während Aer Lingus 9,51 Millionen Fluggäste beförderte, kommt die Aer Lingus Gruppe, inklusive Aer Regional, mit 10,4 Millionen Passagieren über die magische Zehn-Millionen-Grenze. Das ist ein Plus von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei kletterte der Durchschnittserlös pro Passagier um 4,8 Prozent auf 112,27 Euro.

Christoph Müller, der seit September 2009 als CEO die Aer Lingus führt und seinerzeit einen Strategieschwenk initiierte, kommentierte das Geschäftsjahr so: „Mit einem operativen Gewinn von 49,1 Millionen Euro sind wir auch im zweiten Jahr unserer neuen Strategie wieder hoch profitabel. Für mich ein Beweis dafür, dass wir für die Airline vor zwei Jahren den richtigen Kurs eingeschlagen haben.“ Denn trotz der enorm gestiegenen Kerosin-Kosten, der wesentlich höheren Airport- Gebühren und den nach wie vor angespannten volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Irland liege das Flugunternehmen weit über den Erwartungen, mit denen es ursprünglich in das Jahr 2011 gestartet sei. „Die Ziele unseres Reformprogramms 2011, die Kosten weiter zu senken und mit gezielten Maßnahmen den Durchschnittserlös pro Fluggast erneut zu steigern, wurden voll erreicht und waren ein Erfolgsrezept,“ sagt Müller nicht ohne Stolz.

Für das laufende Jahr sieht der Aer Lingus-Chef die steigenden Kerosin-Preise als wesentliche Herausforderung. Sein Ziel für 2012: „Unser gutes Ergebnis des Vorjahrs zu halten.“ Die Aussichten hierfür sind laut Müller rosig. Denn: „Dafür sind wir bisher gut gestartet.“