Berlin (dpa) – Der Bund will mögliche Konsequenzen für Berlins Flughafenchef Rainer Schwarz in Zusammenhang mit dem verschobenen Start des Hauptstadtflughafens im Aufsichtsrat erörtern. Ressortchef Peter Ramsauer (CSU) nehme die Erkenntnisse einer Sonderkommission seines Ministeriums sehr ernst, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Inwiefern die Vorwürfe sich erhärten und welche Konsequenzen dann daraus zu […]

Berlin (dpa) – Der Bund will mögliche Konsequenzen für Berlins Flughafenchef Rainer Schwarz in Zusammenhang mit dem verschobenen Start des Hauptstadtflughafens im Aufsichtsrat erörtern. Ressortchef Peter Ramsauer (CSU) nehme die Erkenntnisse einer Sonderkommission seines Ministeriums sehr ernst, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. Inwiefern die Vorwürfe sich erhärten und welche Konsequenzen dann daraus zu ziehen wären, müsse aber unter den Gesellschaftern im Aufsichtsrat besprochen werden. Dem Gremium, das am 1. November tagt, sei nicht vorzugreifen. Wegen Brandschutzmängeln soll der Flughafen erst am 27. Oktober 2013 mit zwei Jahren Verspätung in Betrieb gehen.

Auf die Frage, wie tief Ramsauers Vertrauen in Schwarz erschüttert sei, sagte der Ministeriumssprecher, dies könne man nicht in Prozentzahlen wiedergeben. Der Bund hält 26 Prozent der Anteile am Flughafen, die Länder Berlin und Brandenburg halten je 37 Prozent.

Schwarz und dem damaligen Technik-Geschäftsführer Manfred Körtgen wird vorgehalten, den Aufsichtsrat vor einer ersten Verschiebung des Eröffnungstermins im Frühjahr nicht umfassend und richtig informiert zu haben. Die Sonderkommission des Bundesministeriums empfiehlt daher auch, mögliche haftungsrechtliche Konsequenzen prüfen zu lassen. Schwarz hat die Vorwürfe zurückgewiesen.