Mexiko hat nach 13 Monaten noch immer keinen Käufer für sein Präsidentenflugzeug gefunden.

Die Regierung hatte gleich nach dem Amtsantritt von Präsident Andrés Manuel López Obrador im Dezember 2018 den Verkauf der Maschine in die Wege geleitet. Der Linkspopulist verzichtet im Rahmen seiner Sparpolitik darauf – er reist nie ins Ausland und nutzt innerhalb Mexikos Linienflüge.

Die Boeing 787 steht seitdem auf einem Logistik-Flughafen im Nachbarland USA und wartet auf einen Käufer. Da sich trotz Vermittlung der UN bislang keiner fand, soll der Flieger zurück nach Mexiko gebracht und versteigert werden, wie López Obrador am Dienstag mitteilte. Der Staat musste den Angaben zufolge bislang 28 Millionen Peso (etwa 1,3 Millionen Euro) für die Aufbewahrung der Maschine in Kalifornien zahlen.

Die «José María Morelos y Pavón» hatte bei ihrer Anschaffung für López Obradors Vorgänger, Enrique Peña Nieto, rund 219 Millionen Dollar (etwas 196 Millionen Euro) gekostet. López Obrador will auch einen Großteil des Restes der Regierungsflotte aus Dutzenden Flugzeugen und Hubschraubern verkaufen. Die Luxusmaschinen stünden im krassen Gegensatz zur Armut, die in Mexiko herrsche, sagte der 66-jährige Präsident am Dienstag.

dpa