Die indische Regierung hat grünes Licht für den Verkauf der stark verschuldeten staatlichen Fluggesellschaft Air India an Tata Sons gegeben.

Das indische Unternehmen dürfe die Airline für rund 180 Milliarden Rupien (2 Milliarden Euro) erstehen, wie das Finanzministerium am Freitag Reporterinnen und Reportern in Neu Delhi mitteilte.

Zuvor hatten indische Regierungen bereits jahrelang versucht, die Airline zu verkaufen. Der Erfolg blieb bislang aus, unter anderem weil von staatlicher Seite nur eine Teilprivatisierung angestrebt wurde. Unter Premierminister Narendra Modi wird die Airline nun ganz verkauft.

Modi versucht derzeit, mehrere staatliche Unternehmen zu privatisieren, um gegen ein wachsendes Haushaltsdefizit anzukämpfen. Air India fliegt Ziele auf der ganzen Welt an und ist Teil der Star Alliance. Der Vorsitzende von Tata Sons, N. Chandrasekaran, sagte laut einer Mitteilung: «Wir werden uns bemühen, eine Welt-Klasse-Airline aufzubauen, die jeden Inder stolz macht.»

Die heutige Air India wurde in den 1930ern von der Tata-Familie als Tata Airlines gegründet und in den 1950ern verstaatlicht. Seit den 1990ern litt sie zunehmend unter Billigkonkurrenz im Fluggeschäft.

dpa