Personalengpässen und höheren Ticketpreisen zum Trotz: Immer mehr Menschen reisen wieder mit dem Flugzeug. Die Passagierzahl an den deutschen Flughäfen schnellte auch im Mai in die Höhe, wie der Branchenverband ADV am Dienstag in Berlin mitteilte. Mit 15,8 Millionen waren es knapp fünf mal so viele wie im Vorjahresmonat – aber noch etwa 30 Prozent weniger als im Mai 2019 vor der Corona-Krise.

«Wegfallende Corona-Beschränkungen, keine begrenzenden Einreisebestimmungen und das deutlich ausgeweitete Flugangebot des Sommerflugplans stimulierten die Passagiernachfrage», erklärte die Arbeitsgemeinschaft deutscher Verkehrsflughäfen (ADV). Von Januar bis Mai zählte sie mehr als 51,44 Millionen Fluggäste, knapp halb so viel im gleichen Zeitraum 2019.

«Der Wunsch nach Mobilität und Urlaubsreisen ist ungebrochen und lässt die Passagierzahlen hochschnellen», bemerkte der Verband. Das zeige auch der Blick in die Buchungssysteme. Innerdeutsch wird allerdings weiter kaum geflogen – mangels Angebot, wie die ADV erläuterte.

Reisende mussten zuletzt mitunter lange Wartezeiten und Flugausfälle hinnehmen. Am Boden und bei den Airlines fehlt Personal. Eine Reihe von Fluggesellschaften hat Flüge aus dem Sommerprogramm gestrichen. Der Trend bei den Ticketpreisen weist nach Angaben des Weltluftfahrtverbands IATA unter anderem wegen steigender Kerosinkosten aufwärts.

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