Schlechtes Wetter, schwierige Piste – dennoch wagten die Piloten die Landung auf einem Flugplatz im Süden Indiens. Mit fatalen Folgen.

Bei dem Flugzeugunglück im Südens Indiens sind nach Behördenangaben vom Wochenende mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 130 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt, berichtete am Samstag der Verwaltungschef des Distrikts Malappuram im Bundesstaat Kerala, K Gopalakrishnan. «Sowohl der Pilot als auch der Copilot sind unter den Opfern», sagte er.

Der Flugschreiber der Unglücksmaschine wurde gefunden, die Ermittlungen dauerten an. Luftfahrtminister Hardeep Puri kündigte baldige Ergebnisse an.

Die aus Dubai kommende Boeing 737 der Air India Express mit 190 Menschen an Bord war am Freitagabend bei der Landung in Sturm und Regen über die Landebahn hinweg geschlittert und hatte eine Mauer durchbrochen. Die Piste liegt auf einem Hügel und gilt daher als besonders schwer anzufliegen. Laut einem Bericht des Nachrichtenkanals NDTV hatten die Piloten – einer von ihnen ein dekorierter früherer Luftwaffenoffizier – schon zwei Landeversuche abgebrochen und mehrere Platzrunden um den Flughafen gedreht.

Der Flug war Teil eines Rückholprogramms für indische Bürger, die wegen der Coronavirus-Pandemie im Ausland feststeckten. In der Golfregion arbeiten Millionen Inder. In keiner anderen Weltregion waren in dieser Zeit mehr Inder gestrandet.

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