09.10.2014 Berlin/Braunschweig (dpa) – Versäumnisse der Bundespolizei haben nach Erkenntnissen von Experten das tödliche Hubschrauberunglück am Berliner Olympiastadion ausgelöst. Das ergibt sich aus einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), über den der «Tagespiegel» am Donnerstag berichtete und der auf der Internetseite der BFU veröffentlicht wurde. Die Bundespolizei widersprach dem Bericht. Bei einer Übung der […]

09.10.2014

Berlin/Braunschweig (dpa) – Versäumnisse der Bundespolizei haben nach Erkenntnissen von Experten das tödliche Hubschrauberunglück am Berliner Olympiastadion ausgelöst. Das ergibt sich aus einem Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU), über den der «Tagespiegel» am Donnerstag berichtete und der auf der Internetseite der BFU veröffentlicht wurde. Die Bundespolizei widersprach dem Bericht. Bei einer Übung der Bundespolizei war am 21. März 2013 in dichtem Schneetreiben einer von drei landenden Hubschraubern verunglückt. Ein Pilot starb, mehrere Menschen wurden verletzt.

Auf einem Video im Internet ist zu sehen, wie der erste der drei Hubschrauber ohne Probleme landet. Der zweite Helikopter hat wegen aufgewirbelten Schnees schon Schwierigkeiten. Bei der Landung des dritten wird dann so viel Schnee aufgewirbelt, dass kaum noch etwas zu sehen ist. Die Maschine verfehlt anscheinend die richtige Landeposition. Der Rotor kollidiert mit dem Boden oder dem ersten Hubschrauber. Umherfliegende Trümmer töten dessen Piloten.

Die Aufnahmen hatten zunächst nahegelegt, dass die Unglücksursache ein Pilotenfehler war. Im BFU-Untersuchungsbericht werden jedoch zahlreiche Versäumnisse aufgeführt. Die Bundespolizei betonte, die Abstände der Hubschrauber seien nicht zu klein gewesen. Der Pilot habe zudem bis wenige Sekunden vor der Kollision Sichtkontakt zum Einweiser gehabt.