Aufsichtsrat berät über Konsequenzen aus BER-Debakel
Berlin (dpa) – Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft will an diesem Donnerstag über weitere Konsequenzen aus dem Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen beraten. Es geht vor allem um die weiteren Arbeiten an der noch immer unfertigen Brandschutzanlage, die Neuvergabe eines Teils der Bauüberwachung und Vorwürfe gegen Flughafenchef Rainer Schwarz. Die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg […]
Berlin (dpa) – Der Aufsichtsrat der Berliner Flughafengesellschaft will an diesem Donnerstag über weitere Konsequenzen aus dem Debakel um den neuen Hauptstadtflughafen beraten. Es geht vor allem um die weiteren Arbeiten an der noch immer unfertigen Brandschutzanlage, die Neuvergabe eines Teils der Bauüberwachung und Vorwürfe gegen Flughafenchef Rainer Schwarz. Die Eröffnung des Flughafens Berlin Brandenburg in Schönefeld war im September auf den 27. Oktober 2013 verschoben worden.
Schwarz soll nach Ansicht einer Ermittlergruppe des Bundesverkehrsministeriums bereits im März gewusst haben, dass der damalige Eröffnungstermin 3. Juni nicht zu halten war. Der Flughafen-Geschäftsführer hat dies mehrmals zurückgewiesen.
Die Personalie Schwarz stand nach Angaben des Flughafens bis Mittwoch nicht auf der Tagesordnung der Aufsichtsratssitzung. Dennoch wird erwartet, dass Vertreter des Bundes Aufklärung verlangen werden. Die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg hatten zuletzt signalisiert, Schwarz nicht fallenzulassen.
Die Bauarbeiten am Abfertigungsgebäude sollen nach Abschluss einer Neuplanung in der zweiten Novemberhälfte wieder in vollem Umfang aufgenommen werden. Nach dem Zeitplan des Technikchefs Horst Amann müssen sie bis etwa Ende Mai abgeschlossen sein, damit dann ein fünfmonatiger Probebetrieb beginnen kann.