Greyerz (dpa) – Bei einem der härtesten Ballonrennen der Welt sind nach mehr als 30 Stunden nur noch sieben Teams im Rennen. 21 waren am Freitagabend in Greyerz in der Schweiz gestartet. Ein erfahrenes französisches Team hatte die besten Nordostwinde erwischt, wie auf dem Livetracker der Veranstalter zu sehen war: Vincent Leÿs und Christophe Houver schwebten […]

Greyerz (dpa) – Bei einem der härtesten Ballonrennen der Welt sind nach mehr als 30 Stunden nur noch sieben Teams im Rennen. 21 waren am Freitagabend in Greyerz in der Schweiz gestartet. Ein erfahrenes französisches Team hatte die besten Nordostwinde erwischt, wie auf dem Livetracker der Veranstalter zu sehen war: Vincent Leÿs und Christophe Houver schwebten mit ihrem Gasballon am Sonntagmorgen bereits über Estland. Die sechs Verfolger waren noch über Polen.

Sieger ist nicht, wer am längsten fliegt, sondern wer am weitesten entfernt vom Startort landet. Die mit Wasserstoff gefüllten Gasballons sind wesentlich kleiner als Heißluftballons und können deutlich länger fliegen.

Die Franzosen hatten am Sonntagmorgen mehr als 1830 Kilometer Distanz überwunden. Unter den Verfolgern waren noch zwei deutsche Teams, allerdings mit unter 1200 zurückgelegten Kilometern. Der französische Ballonpilot Leÿs hat so oft an dem legendären Rennen teilgenommen wie niemand anders: er ist nach Angaben der Veranstalter zum 16. Mal dabei. Acht mal gewann er. Der Cup wurde vor 111 Jahren von dem US-Zeitungsverleger und Sportfan James Gordon Bennett Junior (1841-1918) ins Leben gerufen.

Den Entfernungsrekord halten die Belgier Bob Berben und Benoît Simeon. Sie waren 2005 in Albuquerque in Neumexiko in den USA  gestartet und landeten fast drei Tage und drei Nächte später in Quebec in Kanada – 3400 Kilometer weit entfernt.