Potsdam (dpa) – Die Bundespolizei ist nach Ansicht ihres Präsidenten, Dieter Romann, bei der Gefahrenabwehr so stark gefordert wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr habe es «sieben vollendete Anschläge gegen Deutschland» im In- und Ausland gegeben, sagte Romann am Donnerstag zu Beginn der zweitägigen Luftsicherheitstage in Potsdam. Nur bei einem der Anschläge hätten die Geheimdienste […]

Potsdam (dpa) – Die Bundespolizei ist nach Ansicht ihres Präsidenten, Dieter Romann, bei der Gefahrenabwehr so stark gefordert wie nie zuvor. Im vergangenen Jahr habe es «sieben vollendete Anschläge gegen Deutschland» im In- und Ausland gegeben, sagte Romann am Donnerstag zu Beginn der zweitägigen Luftsicherheitstage in Potsdam. Nur bei einem der Anschläge hätten die Geheimdienste den Täter «auf dem Schirm» gehabt. «Wir dürfen uns nicht allein auf Geheimdienste und Staatsschutz verlassen», betonte Romann. Die «ureigenste Aufgabe der Gefahrenabwehr» falle nach wie vor der Schutzpolizei zu. 

Mit Blick auf die beiden Terroranschläge auf den Flughäfen in Istanbul und Brüssel im vergangenen Jahr mahnte Romann zugleich mehr Sicherheit auf den deutschen Airports an. Diesem Ziel dienten auch drei Pilotprojekte an den Flughäfen in Hamburg, Berlin-Schönefeld und Köln/Bonn, bei denen unter anderem Passagierkontrollen und Einsatz des Sicherheitspersonals optimiert werden sollen. Zugleich warnte Romann: «Die Sicherheit darf nicht Tempo oder Gewinnstreben geopfert werden.»

Auf den Sicherheitstagen diskutieren 300 Experten von Polizei, Sicherheitswirtschaft und Politiker über neue Bedrohungen im Luftverkehr.