Lastwagenfahrer protestieren weiter gegen Lkw-Maut in Belgien
Mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten ist Belgiens Lkw-Maut am vergangenen Freitag gestartet. Straßenblockaden und technische Probleme sorgen seitdem für Ärger. Kritik an den Protesten wird laut. Brüssel (dpa) – Die Proteste gegen die Lkw-Maut in Belgien reißen nicht ab. Am Montag blockierten Lastwagenfahrer erneut Fernstraßen und Autobahnen und brachten so ihren Unmut über die Abgabe für Lkw […]
Mit erheblichen Anlaufschwierigkeiten ist Belgiens Lkw-Maut am vergangenen Freitag gestartet. Straßenblockaden und technische Probleme sorgen seitdem für Ärger. Kritik an den Protesten wird laut.
Brüssel (dpa) – Die Proteste gegen die Lkw-Maut in Belgien reißen nicht ab. Am Montag blockierten Lastwagenfahrer erneut Fernstraßen und Autobahnen und brachten so ihren Unmut über die Abgabe für Lkw über 3,5 Tonnen zum Ausdruck. Besonders betroffen waren Straßen in der Wallonie, darunter die Autobahn 411, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete. Auch an der französischen Grenze staut sich der Verkehr. Kritik an den Blockaden gibt es von Transport- und Unternehmensverbänden.
Die Lkw-Maut wurde am vergangen Freitag eingeführt und verursacht seitdem Probleme. Viele Lastwagenfahrer hatten mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen. Die sogenannte Onboard Unit (OBU) funktionierte teilweise nicht richtig. Alle Lastwagen müssen mit diesem Gerät zur Erfassung gefahrener Mautkilometer ausgestattet sein.
Die Lkw-Maut soll in Belgien für einheimische und ausländische Kraftfahrzeuge gelten und die nicht streckenabhängige Eurovignette ablösen. Sie wird in der Regel auf Autobahnen und größeren Straßen fällig, in Brüssel gilt sie auch im Innenstadtbereich. Die Abgabe beträgt zwischen rund 7 und 30 Cent pro Kilometer und ist abhängig vom Straßentyp, dem zulässigen Gesamtgewicht des Fahrzeugs und der Emissionsnorm. Besonders kleine Transportunternehmen sehen sich durch die Abgabe benachteiligt.
Der belgische Unternehmerverband FEB kritisierte die Lastwagenfahrer wegen ihres Protests. «Das Blockieren von Straßen wird nichts bringen und ist nicht die richtige Reaktion in dieser Situation», teilte der Verband nach Angaben von Belga mit. Stattdessen müsse man auf Dialog setzen. Auch der flämische Transport- und Logistikverband äußerte sich kritisch zu den Blockaden.