Klingenmünster (dpa/tmn) – Bei einem mehrstündigen Stop-over zwischen zwei Flügen wünschen sich viele Reisende nichts mehr als ein oder zwei Stündchen Schlaf. «Doch am Flughafen gibt es eine Reihe von Faktoren, die nicht optimal sind», sagt Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums im Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie. «Man kann nicht angenehm liegen, weil die langen Sitzreihen […]

Klingenmünster (dpa/tmn) – Bei einem mehrstündigen Stop-over zwischen zwei Flügen wünschen sich viele Reisende nichts mehr als ein oder zwei Stündchen Schlaf. «Doch am Flughafen gibt es eine Reihe von Faktoren, die nicht optimal sind», sagt Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums im Pfalzklinikum für Psychiatrie und Neurologie. «Man kann nicht angenehm liegen, weil die langen Sitzreihen oft Armlehnen haben.» Und sitzend zu schlafen, ist unangenehm, weil der Kopf zur Seite fällt – hier hilft eine aufblasbare Nackenstütze.

Eine für das Einschlafen notwendige entspannte körperliche Haltung sei am Flughafen meist nicht möglich, sagt Weeß. Allerdings gibt es Menschen, die auch bei widrigsten Bedingungen abschalten können. Und grundsätzlich sei erholsamer Schlaf auch auf dem Boden möglich. «In der Steinzeit hatten wir auch keine weichen Federkissen.»

Ein weiteres Problem an Flughäfen: Es ist es laut und hell. Hier können Ohrstöpsel und eine lichtdichte Brille Abhilfe schaffen. «Allerdings müssen Sie ja auch wieder aufwachen», sagt Weeß. Am besten ist also eine verlässliche Person, die einen weckt. «Wenn Sie Angst vor dem Verschlafen haben, schlafen Sie ohnehin nicht ein.» Weil die Schlafmöglichkeiten an Flughäfen eher eingeschränkt sind, rät der Experte: Wenn möglich, vor dem Flug ausreichend schlafen.