Ramstein (dpa) – Der Flughafen im pfälzischen Ramstein nahe Kaiserslautern ist für das US-Militär das Tor nach Europa. Auf der Airbase starten und landen nicht nur Truppen und Fracht, sondern es werden auch verletzte Soldaten eingeflogen, die im nahen US-Hospital in Landstuhl weiterbehandelt werden. Ramstein ist damit der wichtigste militärische Transport- und Frachtflughafen der US-Streitkräfte […]

Ramstein (dpa) – Der Flughafen im pfälzischen Ramstein nahe Kaiserslautern ist für das US-Militär das Tor nach Europa. Auf der Airbase starten und landen nicht nur Truppen und Fracht, sondern es werden auch verletzte Soldaten eingeflogen, die im nahen US-Hospital in Landstuhl weiterbehandelt werden. Ramstein ist damit der wichtigste militärische Transport- und Frachtflughafen der US-Streitkräfte in Europa.

Der heute größte europäische NATO-Flughafen ist seit den 1950er Jahren in Betrieb. Seit den 1970er Jahren beherbergt er auch das Hauptquartier der United States Air Forces in Europe (USAFE). In Ramstein waren lange Zeit Atomwaffen stationiert. Im Zuge der Schließung der Rhein-Main-Airbase wurde der Stützpunkt bis 2006 ausgebaut. Er erhielt unter anderem eine zweite Start- und Landebahn sowie neue Terminals und Verwaltungsgebäude.

Ramstein war bereits mehrfach Ort von Katastrophen. Im August 1981 verübte die Rote Armee Fraktion einen Anschlag auf das US-Hauptquartier der Air Force, bei dem 20 Menschen teils schwer verletzt wurden. Am 28. August 1988 erlangte Ramstein traurige Berühmtheit durch die Katastrophe beim Flugtag mit 70 Toten und rund 1000 Verletzten. Im August 1990 stürzte ein Militärtransporter der US Air Force kurz nach dem Start nahe Ramstein ab. 13 der 17 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.