Wegen des Kriegs im Persischen Golf hat Gulf Air ihre Flugzeuge aus Bahrain nach Saudi-Arabien ausgeflogen. Von dort sollen nun Evakuierungsflüge starten.

Die nationale Fluggesellschaft Bahrains, Gulf Air, hat Teile ihrer Flotte kurzfristig aus dem Heimatdrehkreuz ausgeflogen. Hintergrund ist die weitgehende Sperrung des Luftraums rund um Manama seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen mit dem Iran.

In der Nacht zum Mittwoch nutzte die Airline ein kurzfristig geöffnetes Zeitfenster im ansonsten gesperrten Luftraum, um mehrere Flugzeuge aus dem Land zu verlegen. Ziel der Maschinen waren Flughäfen in Saudi-Arabien, darunter die historische Wüstenstadt Al-Ula sowie Dammam am Persischen Golf.

Gulf Air: Flottenverlegung wegen Sicherheitslage

Der Flughafen von Bahrain geriet in den vergangenen Tagen mehrfach ins Visier iranischer Drohnenangriffe. Zwar wurden die Attacken nach Behördenangaben abgewehrt, doch der zivile Luftverkehr blieb weitgehend eingestellt. Für Airlines bedeutet dies nicht nur operative Einschränkungen, sondern auch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für Flugzeuge und Crews am Boden.

Die Entscheidung zur Flottenverlegung ist daher vor allem eine präventive Maßnahme. Flugzeuge, die außerhalb potenzieller Angriffsreichweite stationiert sind, lassen sich schneller wieder in den internationalen Verkehr integrieren, sobald sich die Lage stabilisiert.

Auch Logistikunternehmen reagierten auf die Situation. Der Expressdienstleister DHL betreibt in Bahrain ein regionales Luftfrachtdrehkreuz und nutzte das gleiche Zeitfenster, um Frachtmaschinen und Besatzungen auszufliegen.

Von ihrem Ausweichstandort in Dammam plant Gulf Air bereits die nächsten Schritte. Die Airline kündigte an, ab Mittwoch Sonderflüge zur Rückführung gestrandeter Passagiere aufzunehmen. Geplant sind Verbindungen zum Londoner Großflughafen Heathrow Airport sowie nach Mumbai und Bangkok.

Mit diesen sogenannten Repatriierungsflügen sollen vor allem Reisende ausgeflogen werden, die aufgrund der Luftraumsperrungen in der Golfregion festsaßen.

Wie lange der reguläre Flugbetrieb in Bahrain eingeschränkt bleibt, ist derzeit unklar. Die weitere Entwicklung hängt stark von der militärischen Lage in der Region ab.