Die Luftraumsperre in der Karibik hat nach dem US-Militärschlag gegen Venezuela massive Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Airlines reagieren mit Umleitungen und Ausfällen.

Der internationale Luftverkehr in der Karibik ist am vergangenen Wochenende erheblich unter Druck geraten. Auslöser war eine großflächige Luftraumsperre in der Karibik, die infolge eines militärischen Eingreifens der USA in Venezuela verhängt wurde. Die sicherheitspolitische Eskalation führte dazu, dass zahlreiche Flugrouten kurzfristig geschlossen und hunderte Verbindungen annulliert werden mussten.

Besonders betroffen waren Flugverbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und karibischen Destinationen. Nach Schätzungen wurden rund 700 Flüge gestrichen, was sowohl Urlaubsreisende als auch Geschäftsreisende vor erhebliche Herausforderungen stellte. Die Maßnahmen trafen Airlines und Flughäfen unvorbereitet und sorgten für ein Verkehrschaos in der gesamten Region.

Luftraumsperre in der Karibik: Sicherheitsbedenken als Auslöser

Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) reagierte unmittelbar auf die angespannte Lage in Venezuela. Nach der Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro und der militärischen Intervention untersagte die FAA nicht nur Überflüge des südamerikanischen Landes, sondern sperrte auch angrenzende Lufträume im nördlichen Karibikraum. Ziel war es, Risiken für die zivile Luftfahrt durch mögliche militärische Aktivitäten oder aktive Luftabwehrsysteme zu minimieren.

Diese Entscheidung hatte weitreichende Folgen: Ganze Luftkorridore zwischen Nordamerika und der Karibik waren zeitweise nicht nutzbar. Fluggesellschaften sahen sich gezwungen, Strecken zu streichen oder großräumig umzuleiten, was zusätzliche Kosten und operative Probleme verursachte.

Besonders betroffene Ziele durch die Luftraumsperre

Am stärksten traf es Puerto Rico, wo allein etwa 300 Flüge ausfielen. Auch große US-Drehkreuze wie der John F. Kennedy Airport in New York meldeten zahlreiche Streichungen – dort waren es rund 125 Verbindungen mit Karibikbezug. Weitere Inseln wie Aruba, Curaçao, Trinidad und Tobago sowie französische Überseegebiete wie Guadeloupe und Martinique verzeichneten ebenfalls massive Einschränkungen.

Doch nicht nur Kurz- und Mittelstreckenflüge waren betroffen. Auch der Langstreckenverkehr blieb nicht verschont. So mussten mehrere interkontinentale Flüge ihre Reise abbrechen, da sichere Ausweichrouten fehlten.

Teilweise Entspannung, aber weiter Unsicherheit

Mit Beginn des Sonntags lockerte die FAA die Maßnahmen und gab Teile des karibischen Luftraums wieder frei. Der venezolanische Luftraum bleibt jedoch weiterhin geschlossen. Auch auf europäischer Seite herrscht Vorsicht: Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) empfiehlt Airlines dringend, Venezuela in sämtlichen Flughöhen zu meiden. Hintergrund sind weiterhin aktive militärische Systeme, die eine Bedrohung für zivile Luftfahrzeuge darstellen könnten.