Frankfurt am Main Lufthansa profitiert von seinem Sparmaßnahmen sowie dem Umbau seiner Tochter Austrian: Im letzten Quartal konnte der Konzern seinen operativen Gewinn überraschend ausbauen und damit die hohen Verluste aus dem ersten Quartals wieder ausgleichen. Der eingeschlagene Sparkurs zeigt Wirkung und verschafft der Lufthansa im zweiten Quartal wieder Aufwind. Trotz anhaltend hoher Treibstoffkosten stieg der […]

Frankfurt am Main

Lufthansa profitiert von seinem Sparmaßnahmen sowie dem Umbau seiner Tochter Austrian: Im letzten Quartal konnte der Konzern seinen operativen Gewinn überraschend ausbauen und damit die hohen Verluste aus dem ersten Quartals wieder ausgleichen.

Der eingeschlagene Sparkurs zeigt Wirkung und verschafft der Lufthansa im zweiten Quartal wieder Aufwind. Trotz anhaltend hoher Treibstoffkosten stieg der operative Gewinn in der Zeit von April bis Juni um knapp 28 Prozent auf 361 Millionen Euro, wie Europas größte Fluggesellschaft heute in Frankfurt mitteilte. Damit konnte der operative Verlust aus dem Vorquartal bis auf 20 Millionen Euro ausgeglichen werden. Unter dem Strich belief sich der Verlust nach dem Halbjahr noch auf 168 Millionen Euro, was 38 Millionen weniger waren als vor einem Jahr.

Zum Ergebnis trugen neben den Service-Töchtern auch Sanierungserfolge bei der kriselnden Tochter Austrian Airlines bei. Hier entstanden durch den Betriebsübergang auf die Tyrolean positive Einmaleffekte, die den operativen Halbjahresgewinn auf 26 Millionen Euro schießen ließen (2011: – 64 Mio Euro).

Der Umsatz des Konzerns legte im zweiten Quartal um gut sechs Prozent auf 7,9 Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr rechnet die Konzernführung um Vorstandschef Christoph Franz weiterhin mit steigenden Erlösen und einem operativen Gewinn im mittleren dreistelligen Millionenbereich.

Allerdings gehen davon noch die Kosten für das Sanierungsprogramm «Score» ab. Diese schätzt der Vorstand für das laufende Jahr jetzt auf 100 bis 200 Millionen Euro. Durch Stellenstreichungen, weitere Kostensenkungen und höhere Erlösen soll der operative Gewinn im Zuge des Programms bis zum Jahr 2015 um 1,5 Milliarden Euro steigen.