Austrian macht sich fit für die Zukunft
Wien Die österreichische Fluggesellschaft finalisiert Arbeitsprogramm. Das Resultat: Keine Einigung mit den Belegschaftsvertretern Bord, aber Grundsatzverständigung mit dem Betriebsrat Boden Im Rahmen ihrer Restrukturierungsbemühungen hat die defizitäre österreichische Tochter der Lufthansa ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet, dass als Fundament für den Neustart der Austrian Airlines dienen soll. Neben der Deutschen Lufthansa AG konnte mit der Politik eine […]
Wien
Die österreichische Fluggesellschaft finalisiert Arbeitsprogramm. Das Resultat: Keine Einigung mit den Belegschaftsvertretern Bord, aber Grundsatzverständigung mit dem Betriebsrat Boden
Im Rahmen ihrer Restrukturierungsbemühungen hat die defizitäre österreichische Tochter der Lufthansa ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet, dass als Fundament für den Neustart der Austrian Airlines dienen soll. Neben der Deutschen Lufthansa AG konnte mit der Politik eine weitere Unterstützung gewonnen werden. In den wesentlichen Bereichen des modernisierten Kollektivvertrags verständigte sich der AUA-Vorstand auch mit der Gewerkschaft GPA und dem Betriebsrat Boden. Nur die Gespräche mit dem Betriebsrat Bord blieben erfolglos. Hier konnten keine ausreichenden Ergebnisse zur Reform der Kollektivverträge erzielt werden.
Stefan Lauer, Austrian Aufsichtsratsvorsitzender, erklärt die Lage wie folgt: „In unserer Rolle als Shareholder unterstützen wir das Management dabei, Austrian fit zu machen für eine von hartem Wettbewerb geprägten Zukunft. Das steht für mich außer Frage.“ Am Donnerstag, 15. März, wird der Austrian Airlines Eigentümer Lufthansa seine Beschlüsse über die weiteren Schritte bekanntgeben.
Unabhängig davon hat der „Beirat der Austrian Airlines zur Wahrung der österreichischen Interessen“ auf Anregung des Österreichischen Gewerkschaftsbundes den Vorstand ersucht die Tür für Verhandlungen über die bestehenden Kollektivverträge der Austrian Airlines nicht ganz zuzuschlagen. Dieser Bitte wird der Vorstand der Austrian nachkommen. Denn das übergeordnete Ziel der Reformbemühungen ist es, die größte heimische Fluggesellschaft nachhaltig in die Gewinnzone zu fliegen.
„Wir haben mit 100 Partnern gesprochen, 99 unterstützen uns. Leider ist es uns nicht gelungen, den einen Betriebspartner von den notwendigen Reformen zu überzeugen, “ bedauert Austrian CEO Jaan Albrecht. In den vergangenen acht Wochen hatte die Airline mit Sitz in Wien Politiker und Flughafenvertreter dazu eingeladen, standortsichernde Maßnahmen zu setzen. Weitere reformförderne Maßnahmen waren: Verhandlungen mit Lieferanten über neue Konditionen, die Fokussierung der Streckennetzplanung auf die Kernmärkte in Osteuropa sowie die Planung von Erweiterungen im Business-Kunden Segment mit Hilfe der Lufthansa.
Karsten Benz, der im April in der Position des Chief Commercial Officers übernehmen wird, zeigt sich dennoch zuversichtlich: „Austrian Airlines waren und sind ein wichtiger Bestandteil der Lufthansa Gruppe. Ich glaube an die Marke Austrian Airlines und ich glaube an eine gute Zukunft der rot-weiß-roten Heckflosse.“