Das Arbeitsprogramm in der Übersicht Austrian Airlines hat ihre Ergebniszahlen für 2011 bekannt gegeben. Demnach ist es so, dass das ursprüngliche Ergebnisziel aufgrund der Krisen in Japan, Nahost und wegen der Verunsicherung der Kunden in Folge der Finanzkrise nicht erreicht worden ist. Die Auslastung ist auf 73,8 Prozent gesunken und der operative Verlust wurde etwas verringert auf 59,4 Millionen Euro. Jetzt […]

Das Arbeitsprogramm in der Übersicht

Austrian Airlines hat ihre Ergebniszahlen für 2011 bekannt gegeben. Demnach ist es so, dass das ursprüngliche Ergebnisziel aufgrund der Krisen in Japan, Nahost und wegen der Verunsicherung der Kunden in Folge der Finanzkrise nicht erreicht worden ist. Die Auslastung ist auf 73,8 Prozent gesunken und der operative Verlust wurde etwas verringert auf 59,4 Millionen Euro. Jetzt hofft man darauf, dass man mit dem im Januar vorgestellten Arbeitsprogramm ein für alle Mal in die schwarzen Zahlen fliegen kann.

Austrian CEO Jaan Albrecht zum Ergebnis: „Die Krisen im vergangenen Jahr haben schonungslos unsere strukturellen Defizite aufgezeigt. Daher war es dringend notwendig, dass wir im Jänner das Arbeitsprogramm aufgesetzt haben und seither mit voller Kraft an der Behebung dieser Defizite arbeiten. Es muss uns gelingen, ein für alle Mal in die schwarzen Zahlen zu fliegen.“

Austrian Airlines haben noch gestern Abend aus Frankfurt grünes Licht für das im Januar vorgestelltes Arbeitsprogramm erhalten. Lufthansa wird mit einer konditionierten Kapitalerhöhung von bis zu 140 Millionen Euro Austrian Airlines unterstützen. Mit den Mitteln werden die Flottenharmonisierung der Mittelstrecke und die konsequente Umsetzung des Arbeitsprogrammes finanziert. Dazu gehört auch ein „Plan B“, also der etwaige Umstieg des fliegenden Personals auf den Kollektivvertrag der Tyrolean Airways. Für den Kunden wird sich dadurch nichts ändern: Austrian Airlines bleibt Austrian Airlines – mit einer Flugzeugflotte von 80 Flugzeugen, die 130 Destinationen weltweit anfliegen. Ab Winter ist zudem der Kabinenumbau der gesamten Langstrecke, das sind insgesamt zehn Flugzeuge, geplant. Insgesamt werden in den kommenden zwei Jahren mehr als 200 Millionen Euro investiert.

Austrian Airlines CEO Jaan Albrecht: „Wir haben für unseren Plan nun auch das Kapital für die Umsetzung. Austrian Airlines wird weiterhin die größte heimische Fluglinie sein, allerdings moderner und wettbewerbsfähiger. Ihre neue Kostenstruktur wird die Basis für weiteres Wachstum in der Lufthansa Gruppe bieten.“

 

Insgesamt konnten in den vergangenen acht Wochen rund 180 Millionen Euro an Kostensenkungen bzw. Erlössteigerungen identifiziert werden. Darunter fallen neue Verträge mit Lieferanten und Geschäftspartnern, ein angepasstes Streckennetz sowie die Harmonisierung der Mittelstreckenflotte. Zuletzt erhärteten sich noch politische Zusagen für die Senkung der Standortkosten in Wien. Dazu gehören die Senkung der Flugticketsteuer, die Mineralöl-bevorratung oder das neue Tarifmodell mit dem Flughafen Wien. In einer Arbeitsgruppe der AustroControl soll ein kürzerer und umweltfreundlicherer Anflugweg auf Wien ausgearbeitet werden. Die Gebühren für die Lizenzierung der Piloten sollen noch heuer angepasst werden. Mit Hilfe des Betriebsübergangs zu Tyrolean Airways können weitere erforderliche Beiträge gehoben werden.