Hundert Tage vor Beginn des Jubiläumsjahres hat Iberia ihr Programm für 2027 vorgestellt. Neben einer Sonderlackierung für einen Teil der Flotte kündigt die spanische Airline Veranstaltungen in Europa und Lateinamerika, eine Airshow und Neuerungen an Bord an.

Im Juni 1927 gegründet, zählt Iberia zu den ältesten noch aktiven Fluggesellschaften der Welt. Nach Angaben des Unternehmens sind in diesem Jahrhundert mehr als eine Milliarde Passagiere mit der Airline geflogen. Zum Auftakt des Countdowns präsentierte Chairman und CEO Marco Sansavini in Madrid die Jubiläumsbemalung, die künftig auf mehreren Flugzeugen zu sehen sein wird. Welche Muster und wie viele Maschinen sie erhalten, ließ Iberia zunächst offen.

100 Jahre Iberia: Das Programm im Überblick

Der zentrale Festakt ist für Juni 2027 geplant, im Gründungsmonat der Airline. Schauplatz sind die Hangars in La Muñoza, wo Iberia ihre Flotte wartet. Hinzu kommt eine große Flugschau auf dem Flugplatz Cuatro Vientos im Südwesten Madrids.

Weitere Termine richten sich an Politik und Wirtschaft: Gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband CEOE veranstaltet Iberia ein Treffen an der Madrider Börse. Auf der Tourismusmesse FITUR im Januar 2027 wird die Airline mit einem vergrößerten Stand vertreten sein. Eine historische Parallele verbindet Iberia mit dem Segelschulschiff „Juan Sebastián de Elcano“ der spanischen Marine, das ebenfalls 2027 hundert Jahre alt wird. Beide gehen auf den baskischen Unternehmer Horacio Echevarrieta zurück, entsprechend sind gemeinsame Aktivitäten geplant.

Im Madrider Stadtteil Barajas, wo viele Iberia-Beschäftigte leben und arbeiten, soll zudem das Seitenleitwerk eines ausgemusterten Flugzeugs an einem markanten Ort aufgestellt werden. Außerdem entstehen ein Buch und eine Dokumentation auf Basis des Firmenarchivs. 2027 soll auch die neue Iberia-Stiftung ihre Arbeit aufnehmen, die das humanitäre Engagement der Airline bündeln soll.

Jubiläum mit Schwerpunkt Lateinamerika

Lateinamerika ist der wichtigste Markt der Airline, und das spiegelt sich im Programm wider. In Buenos Aires, Bogotá, Mexiko-Stadt und São Paulo eröffnet Iberia eigene Veranstaltungsorte, sogenannte Iberia Spaces. In Madrid zieht der bestehende Iberia Space an die Calle de Alcalá 44 und bleibt dort einen Großteil des Jahres geöffnet. In der Casa de América, einem Kulturzentrum für die spanisch-lateinamerikanischen Beziehungen, ist eine eigene Initiative geplant.

Rund 60.000 aktive und ehemalige Mitarbeitende erwartet Iberia bei den Veranstaltungen. Für sie ist unter anderem ein Sonderflug mit der Flugnummer IB100 vorgesehen, der die Geschichte des Unternehmens symbolisch nachzeichnen soll.

Neue Kabinen und Starlink zum Iberia-Jubiläum

Auch an Bord soll sich einiges ändern. Iberia kündigt ein Retrofit der Kabinen auf der Langstreckenflotte an, das neue Design will die Airline in den kommenden Monaten zeigen. Parallel läuft die Ausstattung der Flotte mit kostenlosem Starlink-WLAN weiter. Für das Catering arbeitet Iberia mit der Königlichen Akademie für Gastronomie zusammen, die spanische Produkte stärker in den Vordergrund rücken soll, an Bord wie in den Premium-Lounges.

Die Feierlichkeiten fallen in eine Wachstumsphase. Mit dem vor gut einem Jahr vorgestellten Flight Plan 2030 investiert Iberia rund sechs Milliarden Euro, unter anderem um Madrid-Barajas als Drehkreuz zu stärken. Die Langstreckenflotte wuchs von 43 Flugzeugen Anfang 2025 auf inzwischen 51, mittelfristig sollen es etwa 70 werden. Mit dem Airbus A321XLR hat die Airline Ziele wie Orlando, Recife, Fortaleza, Toronto und Monterrey neu ins Netz aufgenommen. Im Technikbereich hat die IAG-Tochter zuletzt die LEAP-Premier-MRO-Lizenz erhalten und mit IAG Engine Tech eine eigene Triebwerkssparte gegründet.