TUI Aufsichtsratsvorsitzender: Johan Lundgren tritt Nachfolge von Zetsche an
Johan Lundgren wird neuer Aufsichtsratsvorsitzender der TUI AG. Der frühere easyJet-Chef löst im Februar 2027 Dieter Zetsche als Vorsitzender ab.
Die TUI AG bekommt einen neuen Chefkontrolleur: Johan Lundgren soll ab Februar 2027 den Aufsichtsrat des Reisekonzerns leiten. Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter haben sich in einer gemeinsamen Sitzung einstimmig auf den 59-Jährigen als Nachfolger von Dr. Dieter Zetsche verständigt. Der 73-jährige Zetsche hatte zuvor angekündigt, nach Ablauf seiner aktuellen Amtszeit nicht erneut für das Gremium zu kandidieren.
Zetsches Ära als TUI Aufsichtsratsvorsitzender endet 2027
Zetsche sitzt seit 2018 im Aufsichtsrat der TUI AG, seit Mai 2019 führt er das Gremium als Vorsitzender. Mit dem Ende der Hauptversammlung im Februar 2027 läuft sein reguläres Mandat aus. Durch die frühzeitige Nominierung Lundgrens ist der Übergang an der Spitze der Kontrollinstanz bereits jetzt geregelt.
Neuer TUI Aufsichtsratsvorsitzender bringt Luftfahrt-Erfahrung mit
Lundgren ist dem Kontrollgremium seit 2025 als Mitglied verbunden und soll aus dessen eigenen Reihen in die Führungsposition aufsteigen. Der gebürtige Schwede blickt auf eine lange Karriere in Tourismus und Luftfahrt zurück: Von 2017 bis Ende 2024 stand er als CEO an der Spitze der britischen Fluggesellschaft easyJet. Zuvor war er bereits für den TUI-Konzern tätig – zunächst 2014/2015 in gleicher Funktion bei der TUI AG, anschließend als Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TUI Travel Plc. in Großbritannien. Diese Station beendete er im Sommer 2015, nachdem die Fusion von TUI AG und TUI Travel Plc. erfolgreich abgeschlossen war.
Vier Jahrzehnte in der Reisebranche
Lundgrens Laufbahn in der Tourismusbranche reicht rund vierzig Jahre zurück. Sie begann 1986 beim schwedischen Reiseveranstalter Fritidsresor, der heute unter dem Namen TUI Schweden firmiert und Teil der TUI Nordic ist. Mit seiner Personalie setzt die TUI auf einen Manager, der sowohl den eigenen Konzern als auch den Wettbewerb aus erster Hand kennt.
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