Die Vereinigung Cockpit geht in Gespräche mit der Lufthansa Group zur betrieblichen Altersversorgung. Wichtige Forderungen bleiben bestehen.

Die Pilotenvereinigung Vereinigung Cockpit (VC) signalisiert Gesprächsbereitschaft im festgefahrenen Konflikt um die betriebliche Altersversorgung bei Lufthansa Group. Wie die Gewerkschaft mitteilt, wird sie ein Angebot des Konzerns für die Cockpitcrews von Lufthansa und Lufthansa Cargo in einem geplanten Termin in der kommenden Woche prüfen.

Altersversorgung bleibt Streitpunkt

Trotz der Annäherung in Form eines Gesprächstermins dämpft die Vereinigung Cockpit Erwartungen auf schnelle Fortschritte. Nach aktuellem Kenntnisstand erkenne man keine grundlegenden Änderungen im Angebot, heißt es aus Gewerkschaftskreisen. Entscheidend sei, dass zentrale Forderungen der tariflichen Verhandlungskommission weiterhin berücksichtigt werden. Ohne entsprechende Anpassungen seien substanzielle Verhandlungen kaum möglich.

Verhandlungsbasis entscheidend für Fortschritt

VC-Präsident Andreas Pinheiro stellt klar, dass echte Bewegung nur auf Grundlage belastbarer und verhandlungsfähiger Vorschläge entstehen könne. Nach den jüngsten Arbeitskämpfen hält die Gewerkschaft an ihrer Linie fest. Die Fronten bleiben damit vorerst verhärtet, auch wenn beide Seiten wieder miteinander sprechen.

Rolle der Group-Tarifkommission

Eine Schlüsselrolle spielt die interne Bündelung der Interessen auf Gewerkschaftsseite. Die sogenannte Group-Tarifkommission koordiniert seit 2023 die Positionen der verschiedenen Flugbetriebe innerhalb des Konzerns. Ziel ist es, einheitliche Standards durchzusetzen und unterschiedliche Pilotengruppen nicht gegeneinander auszuspielen.

Ob das anstehende Treffen Bewegung in die Debatte um die Lufthansa-Altersversorgung bringt, bleibt offen. Ergebnisse werden erst nach Abschluss der Gespräche erwartet.