Flughafen Frankfurt trotz Streiks und Winterwetters im Februar stabil
Fraport zeigt im Februar trotz Streiks und Winterwetters stabile Passagierzahlen in Frankfurt. International wuchs das Aufkommen an mehreren Konzernflughäfen deutlich.
Fraport zeigt ein gemischtes Bild für den größten deutschen Flughafenstandort. Während das Passagieraufkommen am Flughafen Frankfurt im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert blieb, wuchs der Verkehr an vielen internationalen Beteiligungsflughäfen des Konzerns deutlich. Externe Faktoren wie winterliche Wetterbedingungen und Arbeitskämpfe wirkten sich jedoch spürbar auf den Betrieb aus.
Flughafen Frankfurt mit stabilem Passagieraufkommen
Am Flughafen Frankfurt wurden im Februar rund 3,9 Millionen Passagiere gezählt. Damit bewegte sich das Aufkommen praktisch auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Entwicklung wäre möglicherweise stärker ausgefallen, hätten nicht mehrere außergewöhnliche Ereignisse den Flugbetrieb beeinträchtigt.
Nach Angaben des Betreibers führten Streiks sowie winterbedingte Einschränkungen zu einer Reihe von Flugstreichungen. Insgesamt waren etwa 70.000 Reisende von diesen Ausfällen betroffen. Solche Ereignisse schlagen sich erfahrungsgemäß direkt in den monatlichen Verkehrszahlen nieder, da kurzfristig geplante Reisen oft nicht vollständig nachgeholt werden.
Auch bei den Flugbewegungen spiegelte sich diese Situation wider. Mit 29.320 Starts und Landungen lag die Zahl rund 2,9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Summe der Höchststartgewichte, ein wichtiger Indikator für die Auslastung des Luftverkehrs, sank leicht um 2,4 Prozent auf rund 1,9 Millionen Tonnen.
Cargo entwickelt sich positiv
Während das Passagiergeschäft stagnierte, zeigte sich im Frachtbereich eine andere Entwicklung. Das Cargo-Aufkommen am Flughafen Frankfurt legte im Februar deutlich zu.
Insgesamt wurden 159.362 Tonnen Luftfracht und Luftpost umgeschlagen. Das entspricht einem Plus von 4,8 Prozent im Vergleich zum Februar des Vorjahres. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die an vielen großen Drehkreuzen zu beobachten ist: Der Frachtverkehr reagiert häufig weniger sensibel auf kurzfristige operative Störungen als der Passagierverkehr.
Für Frankfurt bleibt das Cargo-Segment eine tragende Säule im Geschäftsmodell des Flughafens. Insbesondere interkontinentale Frachtverbindungen und die starke Präsenz logistischer Dienstleister sichern dem Standort weiterhin eine wichtige Rolle im globalen Luftfrachtmarkt.
Wachstum an internationalen Flughäfen
Deutlich dynamischer entwickelte sich der Verkehr an zahlreichen internationalen Beteiligungsflughäfen des Fraport-Konzerns. Mehrere Standorte meldeten zweistellige Wachstumsraten.
Besonders stark fiel der Zuwachs am slowenischen Flughafen Ljubljana aus. Dort stieg das Passagieraufkommen um 17,2 Prozent auf gut 95.000 Reisende. Auch die beiden brasilianischen Flughäfen Fortaleza und Porto Alegre legten kräftig zu: Zusammen wurden dort rund 1,1 Millionen Passagiere abgefertigt, ein Anstieg von 14,7 Prozent.
In Lima, dem wichtigsten Luftverkehrsknoten Perus, wurden 2,0 Millionen Fluggäste gezählt. Das entspricht einem Wachstum von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ebenfalls positiv entwickelte sich der Verkehr an den 14 griechischen Regionalflughäfen, die Fraport betreibt. Dort wurden zusammen 720.587 Passagiere registriert, was einem Plus von 9,1 Prozent entspricht.
Auch die bulgarischen Küstenflughäfen Burgas und Varna verzeichneten mit knapp 80.000 Reisenden einen Anstieg von 11,4 Prozent.
Eine Ausnahme im internationalen Portfolio bildete der türkische Flughafen Antalya. Dort ging das Passagieraufkommen um 3,8 Prozent auf rund 865.000 Fluggäste zurück.
Fraport: Konzernweit moderates Wachstum
In der Gesamtbetrachtung konnte der Flughafenbetreiber dennoch ein Wachstum verbuchen. Über alle von Fraport gemanagten Flughäfen hinweg wurden im Februar etwa 8,7 Millionen Passagiere gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von 3,1 Prozent gegenüber dem Februar 2025.
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