RTX überzeugt 2025. Der Luft- und Raumfahrtkonzern erwartet auch 2026 steigende Erlöse und Gewinne.

Der US-Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzern RTX hat das Geschäftsjahr 2025 mit deutlichen Zuwächsen bei Umsatz, Gewinn und freiem Cashflow abgeschlossen. Getragen wurde die Entwicklung vor allem durch die starke Nachfrage im zivilen Luftfahrtgeschäft, eine robuste Verteidigungssparte sowie eine hohe operative Effizienz. Für 2026 stellt das Unternehmen weiteres Wachstum in Aussicht.

Im Gesamtjahr 2025 erzielte RTX einen Umsatz von 88,6 Milliarden US-Dollar – ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Organisch legten die Erlöse sogar um elf Prozent zu. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg um zehn Prozent auf 6,29 US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich der freie Cashflow, der mit 7,9 Milliarden US-Dollar um 3,4 Milliarden US-Dollar höher lag als im Vorjahr.

Starkes Schlussquartal für RTX 2025

Auch das vierte Quartal unterstreicht die positive Entwicklung der RTX Geschäftszahlen 2025. Der Konzern steigerte seinen Quartalsumsatz auf 24,2 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von zwölf Prozent entspricht. Organisch lag das Wachstum sogar bei 14 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 1,55 US-Dollar.

Der operative Cashflow belief sich im Schlussquartal auf 4,2 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow bei 3,2 Milliarden US-Dollar lag. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand auf beachtliche 268 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen 161 Milliarden US-Dollar auf das zivile Geschäft und 107 Milliarden US-Dollar auf den Verteidigungsbereich – ein wichtiger Indikator für die langfristige Auslastung.

Ein wesentlicher Wachstumstreiber war Collins Aerospace. Die Sparte profitierte vor allem vom starken zivilen Ersatzteil- und Wartungsgeschäft. Insbesondere die Nachfrage nach Komponenten für Widebody- und Narrowbody-Flugzeuge legte deutlich zu. Trotz Belastungen durch höhere Zölle und Portfolioanpassungen konnte Collins Aerospace seine Profitabilität stabil halten.

Noch dynamischer entwickelte sich Pratt & Whitney. Die Triebwerkssparte verzeichnete im vierten Quartal ein Umsatzplus von 25 Prozent. Wachstumstreiber waren höhere Produktionsraten bei Großtriebwerken für Verkehrsflugzeuge sowie steigende Volumina im militärischen Bereich, unter anderem bei Programmen wie dem F135. Auch das Aftermarket-Geschäft leistete einen wichtigen Beitrag.

Ausblick 2026: RTX erwartet weiteres Wachstum

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 zeigt sich RTX optimistisch. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz zwischen 92 und 93 Milliarden US-Dollar. Das organische Wachstum soll bei fünf bis sechs Prozent liegen. Der bereinigte Gewinn je Aktie wird in einer Spanne von 6,60 bis 6,80 US-Dollar erwartet. Beim freien Cashflow peilt RTX 8,25 bis 8,75 Milliarden US-Dollar an.

Konzernchef Chris Calio betont, dass RTX mit starkem Rückenwind in das neue Jahr startet. Investitionen in neue Technologien, der Ausbau von Produktionskapazitäten sowie die konsequente Abarbeitung des hohen Auftragsbestands sollen die Grundlage für nachhaltiges Wachstum bilden.