Paris (dpa) – Die Flugschreiber der im Januar von iranischen Streitkräften abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine werden vom 20. Juli an bei der französischen Luftsicherheitsbehörde BEA entschlüsselt werden. Das teilte das Bureau d’enquêtes et d’analyses (BEA) am Freitag via Twitter mit. Der Schritt kommt nicht überraschend: Iran hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass die Flugschreiber Frankreich zum Auslesen […]

Die Flugschreiber der im Januar von iranischen Streitkräften abgeschossenen ukrainischen Passagiermaschine werden vom 20. Juli an bei der französischen Luftsicherheitsbehörde BEA entschlüsselt werden. Das teilte das Bureau d’enquêtes et d’analyses (BEA) am Freitag via Twitter mit. Der Schritt kommt nicht überraschend: Iran hatte bereits zuvor mitgeteilt, dass die Flugschreiber Frankreich zum Auslesen übergeben würden.

Die Maschine war am 8. Januar irrtümlich von iranischen Streitkräften kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen worden. Alle 176 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben. Nach iranischen Angaben waren 147 der Passagiere Iraner, darunter viele mit doppelter Staatsbürgerschaft, sowie 29 Bürger der Ukraine, Kanadas, Schwedens und Afghanistans.

Der Abschuss der Maschine wurde von der iranischen Führung zunächst mehrere Tage lang geleugnet, was im Nachhinein zu wütenden Protesten im Land führte. Die Demonstranten forderten eine Bestrafung der Verantwortlichen, einige sogar den Rücktritt der iranischen Führung. Präsident Hassan Ruhani versprach daraufhin eine gründliche und lückenlose Aufklärung der Abschussumstände durch ein Sondergericht und verschiedene Expertenteams.

dpa cb xx n1 gma