Prag (dpa) – Die tschechische Fluggesellschaft Smartwings hat in ganzseitigen Anzeigen staatliche Unterstützung gefordert. «Andere Fluglinien haben Hilfen bekommen – warum nicht wir?», hieß es in dem Inserat, das am Freitag in mehreren Prager Zeitungen erschien. Als Beispiel wurde unter anderem der deutsche Ferienflieger Condor angeführt, der staatlich verbürgte Kredite in Höhe von insgesamt 550 […]

Die tschechische Fluggesellschaft Smartwings hat in ganzseitigen Anzeigen staatliche Unterstützung gefordert. «Andere Fluglinien haben Hilfen bekommen – warum nicht wir?», hieß es in dem Inserat, das am Freitag in mehreren Prager Zeitungen erschien. Als Beispiel wurde unter anderem der deutsche Ferienflieger Condor angeführt, der staatlich verbürgte Kredite in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro erhält. Zu Smartwings gehört auch die Traditionsmarke Czech Airlines (CSA), die seit 1923 besteht.

Finanzministerin Alena Schillerova hatte sich vor wenigen Tagen ablehnend zu einer möglichen Bürgschaft geäußert. «Das ist eine Sache, die ich von Anfang an nicht unterstützt habe», sagte die 56-Jährige. Schillerova gehört der populistischen Partei ANO des Regierungschefs und Multimilliardärs Andrej Babis an. Eine direkte staatliche Beteiligung, wie sie Regierungspolitiker ins Spiel gebracht haben, lehnt indes die Fluglinie ab. Sie ist mehrheitlich im Besitz des Unternehmers Jiri Simane.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hatten Czech Airlines und Smartwings den regulären Flugbetrieb von Mitte März bis Mitte Mai komplett eingestellt. Inzwischen gibt es wieder erste Verbindungen aus Prag unter anderem nach Frankfurt, Amsterdam und ins kroatische Split.

dpa hei xx n1 kf