Frankfurt/Main (dpa) – Die Gewerkschaft Verdi wehrt sich gegen die einstweilige Verfügung, mit der ein Streik in den Großküchen der Lufthansa zunächst gestoppt worden ist. Beim Arbeitsgericht Frankfurt wurde Widerspruch gegen den Beschluss vom Vorabend eingelegt, wie ein Justizsprecher bestätigte. Die Sache soll nun ab 12.00 Uhr mündlich verhandelt werden. Am Vorabend hatten die Richter […]

Die Gewerkschaft Verdi wehrt sich gegen die einstweilige Verfügung, mit der ein Streik in den Großküchen der Lufthansa zunächst gestoppt worden ist. Beim Arbeitsgericht Frankfurt wurde Widerspruch gegen den Beschluss vom Vorabend eingelegt, wie ein Justizsprecher bestätigte. Die Sache soll nun ab 12.00 Uhr mündlich verhandelt werden. Am Vorabend hatten die Richter nach Aktenlage vorläufig entschieden. Nach einem Urteil ist auch noch der Gang in die nächste Instanz möglich.

Die Beschäftigten seien über das Vorgehen der Lufthansa empört, erklärte die Verdi-Verhandlungsführerin Katharina Wesenick. «In den Betrieben kocht es und die Produktion läuft nicht rund.»

Verdi hatte die Beschäftigten der Lufthansa-Cateringtochter LSG Sky Chefs an den Flughäfen Frankfurt/Main und München für Donnerstag zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Die Arbeitsgerichte in den beiden Städten hatten den Streik per einstweiliger Verfügung untersagt. Es herrsche Friedenspflicht, führten die Frankfurter Richter aus. Ob Verdi auch in München gegen die Verfügung vorgeht, wollte die Gewerkschaft aus strategischen Gründen nicht sagen.

Hintergrund des Arbeitskampfes ist der bereits beschlossene, aber noch nicht vollzogene Verkauf des Europageschäfts der Cateringtochter LSG Sky Chefs an den Schweizer Weltmarktführer Gategroup. Verdi verlangt tarifliche Absicherungen für die betroffenen Mitarbeiter, möglichst in einem trilateralen Tarifvertrag zwischen Verdi, Lufthansa und Gategroup. Unter dem neuen Eigentümer erwartet die Gewerkschaft Sparmaßnahmen und niedrigere Gehälter.

dpa ceb/ben yyhe n1 hgo